Herbert Bolliger Mister Migros war ein Coop-Kind

Migros-CEO Herbert Bolliger über die neusten Umsatzzahlen, seine Einkaufserlebnisse bei Lidl und Aldi und seine Bademeister-Qualitäten.
Ein CEO mit Überblick: Herbert Bolliger in seinem Büro, hoch oben im 19. Stock des Zürcher Migros-Hauptsitzes.
© Marcel Noecker / SI Ein CEO mit Überblick: Herbert Bolliger in seinem Büro, hoch oben im 19. Stock des Zürcher Migros-Hauptsitzes.

Herr Bolliger, waren Sie eigentlich ein Migros- oder ein Coop-Kind?
Ich glaube, ich war ein Coop-Kind. Das lag aber schlichtweg daran, dass der Coop mit meinem Trottinett besser erreichbar war als die Migros.

Und wann wurden Sie "bekehrt"?
Mein Cousin hat mir verraten, dass eine Tafel Schoggi im Migros nur 40 Rappen kostet. Das hat mich schwer beeindruckt.

Heute sind Sie vermutlich zurückhaltender beim Schokolade essen. Ihre Ehefrau ist Fitnesscoach.
Genau. Sie fordert mich ganz schön, wir gehen häufig zusammen ins Fitnesscenter.

Dann könnten Sie ja direkt wieder als Bademeister arbeiten, wie damals, während Ihrer Studienzeit.
(Lacht). Stimmt. Das Rettungsschwimmerbrevet müsste ich allerdings wohl auffrischen.

Waren Sie selbst eigentlich schon Kunde bei Aldi oder Lidl?
Ich habe in Deutschland mal einen Testeinkauf gemacht. Und war schockiert: Ich war viel zu langsam, weil ich die Ware wie in der Schweiz in die Papiertüte packen wollte. Die Verkäuferin hat mich dann relativ unsanft darauf hingewiesen, meine Ware in den Einkaufswagen zu legen und vorwärts zu machen… (lacht).

Kommen wir zum „Geschäftlichen“: Die Umsatzzahlen für 2009 liegen vor. Sind Sie zufrieden?
Im Detailhandel darf es immer ein bisschen mehr sein (lacht). Ohne das Geschäft mit den Treibstoffen, liegen wir im Detailhandel praktisch auf Vorjahresniveau. Wenn man bedenkt, dass wir für über 300 Millionen Preissenkungen gemacht haben, ist das gut.

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