Was macht eigentlich... ...Moderatorin Gabriela Amgarten?

Zwei Jahre nach ihrem Abschied kehrte Gabriela Amgarten als Gast der Sendung «Samschtig-Jass» für einen Abend zum Schweizer Fernsehen zurück. Hier hat sie 21 Jahre gearbeitet, zuletzt als Unterhaltungschefin. Unvergessen der Betrugsfall ihrer Sendung Risiko, aus dem der Kultsatz hervorging: «Das isch de Fuessballer Moldovan gsi.»

Zwölf Jahre ist es schon her, dass die Sendung «Risiko» auf SF1 durch «Eiger, Mönch und Kunz» ersetzt wurde. Dennoch wird «Risiko»-Moderatorin Gabriela Amgarten, 51, noch heute oft zuerst darauf angesprochen. Das hat nicht nur mit der Popularität der Quizshow zu tun, die von 1992 bis 2000 am Montagabend live gesendet wurde. Sondern auch mit dem Betrugsfall, aus dem ein Kultsatz hervorging: «Das isch de Fuesballer Moldovan gsi.»

DER GROSSE «RISIKO»-BSCHISS

In der Sendung vom 5. Januar 1998 gewinnt T. R. die riesige Preissumme von 95'000 Franken. Vorerst umjubelt, wird schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. R. hatte nämlich bei der Frage nach dem Kopf des Jahres 1997 die Antwort zu einer nachfolgenden Frage genannt: 

Bei der Untersuchung des Falls stellt sich heraus, dass sich R. die richtigen Antworten von zwei Komplizen notieren liess, die während der Hauptprobe, in der den Testkandidaten dieselben Fragen gestellt wurden, im Publikum sassen. Die Szene ist schlagartig so bekannt, dass der Musikproduzent Michael Kull daraus einen Song macht. «Moldovan» schafft es im Frühjahr 1998 auf Platz 13 der Schweizer Hitparade: 

Der Betrugsfall ist aber nicht die einzige Panne in der Geschichte der Quizshow «Risiko». Einmal muss sogar eine Sendung abgebrochen werden, weil das Glücksrad auseinanderfällt:

ABSCHIED VON DER KAMERA

Im Jahr 2000 wird Risiko schliesslich durch «Eiger, Mönch und Kunz» ersetzt und Gabriela Amgarten tritt weg von der Kamera und konzentriert sich auf ihren Job hinter den Kulissen des Schweizer Fernsehens. Als Leiterin der Abteilung Unterhaltung führt sie über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie produzieren Sendungen wie «Die grössten Schweizer Hits», «Giacobbo/ Müller», «SF bi de Lüt» oder «Landfrauenküche».

AUF IN DIE SELBSTÄNDIGKEIT

Ende 2010 verabschiedet sich Gabriela Amgarten nach 21 Jahren vom Schweizer Fernsehen und macht sich selbständig. Sie schätzt ihre neuen Freiheiten und die zusätzliche Zeit für sich, weil sie nicht mehr täglich aus der Zentralschweiz nach Zürich pendeln muss, wie sie bei ihrem Auftritt in der Sendung «Samschtig-Jass» am vergangenen Samstag erzählte. Da die gebürtige Obwaldnerin ihr Büro bei sich zu Hause in der Nähe von Luzern eingerichtet hat, kann sie für ihre Tochter Sophie, 11, nun sogar selber kochen über Mittag. Zudem engagiert sie sich als Vizepräsidentin für das Projekt «200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz».

Mit ihrer «amgarten GmbH» berät und coacht Gabriela Amgarten Kundinnen und Kunden in den Bereichen Medien, Auftrittskompetenz und Organisationsentwicklung und ist als Moderatorin von Anlässen tätig – und trägt damit dazu bei, dass deren Projekte und Veranstaltungen ganz ohne Pannen ablaufen.

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