Manuela Pesko Nachgefragt

Nachgefragt
Nachgefragt

Hand aufs Herz, Frau Pesko: Ihr Comeback war schon beim Rücktritt geplant, oder?
Absolut nicht! Als ich vor ziemlich genau einem Jahr aufhörte, hatte ich fest im Sinn, Neuland zu entdecken. Aber im September hab ich gemerkt, wie viel Spass ich wieder habe am Boarden, dass die Freude in der Pipe zurück ist. Und dass meine Tricks noch immer funktionieren. Da hats mich gepackt.

Werbefilme für Bogner sind gut, Applaus vom Rand der Pipe ist besser.
Das lässt sich nicht vergleichen. Ich habe Super-Erfahrungen gemacht in diesem Jahr. Und wenn die Filmcrew am Abend zufrieden war mit mir, dann gabs sogar oftmals auch Applaus. Mir hat diesbezüglich nichts gefehlt.

Langeweile?
Woher auch! Ich habe viel Neues ­gemacht. Die angefangene Marketingausbildung gefällt mir, die hab ich jetzt mal bis März auf Eis gelegt.

Gabs Leute, die vom Comeback abrieten?
Die gabs schon. Aber ich hab ganz alleine entschieden, als ich die Freude wieder spürte. So bin ich. Mein Bruder Nico erfuhr es als Erster, und er hat gesagt: Okay, dann steig wieder ein.

Wir dachten, statt hohe Sprünge in der Pipe gebe es jetzt Höhenflüge im Privaten.
(Lacht.) Dafür war ich durchaus bereit. Aber – keine News! Es hat sich nichts ergeben. Und mein Comeback hat damit auch gar nichts zu tun. Genauso wenig wie mit Druck von Sponsoren oder Ausrüstern oder irgendeiner Seite.

Und – reichts für Vancouver?
Ich fühle mich topfit, körperlich und mental. Ich denke, ich kann mithalten. Jetzt muss ich weiter hart arbeiten und mich bis Januar für Olympia qualifizieren.


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