«Best Friends» Neu-Stars über Kussszenen und Stunts

Mit «Best Friends» läuft ab Ende August die erste Teenie-Serie im Schweizer Fernsehen. Das Serienvorbild aus Holland zeigt: Die zehn Hauptdarsteller erwartet ein wahrer Fan-Hype. Auf SI online sprechen zwei der Nachwuchsstars über die Dreharbeiten, heikle Szenen und den bevorstehenden Starrummel.

Gut möglich, dass die eineiigen Zwillinge Roshan und Sanjiv Adhihetty, 19, zu den heimlichen Lieblingen der neuen SF-Serie «Best Friends» werden. Die beiden Solothurner versprühen Charme und Lebensfreude - ganz wie ihre Serienfiguren. «Wir spielen Flip und Tobi Vonlanthen. Zwei Brüder, die nichts als Unsinn im Kopf haben», sagt Roshan. «Die Figuren sind uns sehr ähnlich. Auch wir machen gerne mal Seich. Aber im Gegensatz zu den Filmbrüdern haben wir danach oft ein schlechtes Gewissen.»

Gar nicht ihrem Seriencharakter entspricht die quirlige Bernerin Tanja Larissa Lehmann, 21. Sie schlüpft in die Rolle der scheuen Lena Vonlanthen, der älteren Schwester der Zwillinge. «Während der Dreharbeiten sind mir die beiden echt ans Herz gewachsen. Wir sind fast sowas wie best Friends geworden.»

Gedreht wurde in der Schweiz und in Holland. In Wettingen wurden Aussenaufnahmen gefilmt, in einem Schulhaus in Amsterdam alle anderen Szenen. Es ist dasselbe Gebäude, in dem auch die holländische TV-Serie «SpangaS» spielt - das Vorbild für die SF-Serie «Best Friends». «Die Geschichten aus Holland haben wir übernommen und an die schweizerischen Verhältnisse angepasst. So fanen die Schülerinnen und Schüler für Schweizer Fussballstars. Zwischen den Zwillingen zum Beispiel gibt es immer mal wieder Knatsch, weil Flip FCZ-Fan ist, während Tobi YB unterstützt», sagt Thomas Grond, Leiter der Kinderredaktion des Schweizer Fernsehens.

Während der vierwöchigen Dreharbeiten in Amsterdam wohnte die Crew in einem Designhotel vis-à-vis vom Drehort. «Zum Glück! Wir mussten nämlich jeden Morgen noch vor dem Frühstück um Punkt 7 Uhr zum Schminken antraben», erzählt Tanja. Die ausgebildete Tänzerin arbeitete zum ersten Mal an einem Set. «Ich habe gerade die Aufnahmeprüfung für die European Film Actor School in Zürich bestanden. Ans SF-Casting bin ich eigentlich nur gegangen, um herauszufinden, ob ich tatsächlich Talent besitze, oder ob mein Traum von der Schauspielerei nur ein Hirngespinst ist.»

Anders als Tanja hatte Roshan keine Ziele in diese Richtung. «Mein Berufswunsch ist Fotograf. Die Dreharbeiten für die Serie haben mir aber so Spass gemacht, dass ich mir als Plan B vorstellen könnte, professioneller Schauspieler zu werden.» Kein Wunder: Der Lausbub und sein Bruder durften sogar einen Stunt hinlegen. «Wir zündeten eine Schaufensterpuppe an und hielten sie brennend zum Fenster raus. Das war ziemlich gefährlich. Unser Stunt-Coach stand die ganze Zeit mit dem Feuerlöscher direkt hinter uns.»

Gabs auch bei Tanja heikle Szenen? «Meine Filmfigur ist zwar bis über beide Ohren in einen Schulkollegen verliebt. Aber eine Kussszene musste ich nicht drehen - dafür ist sie viel zu scheu», sagt die Bernerin, die sich schon mächtig auf den Serienstart am 30. August freut. «Ich rede viel, lache viel, falle gerne auf. Sonst wäre ich ja im falschen Beruf!»

Der Starrummel, der nun auf die Nachwuchstalente zukommt, könnte aber auch Nachteile mit sich bringen, meint Roshan besorgt: «Meine Serien-Figur ist homosexuell. Der Schauspieler, der dieselbe Figur in Holland spielt, erzählte mir, dass er auf der Strasse manchmal schwulenfeindlich beschimpft wurde. Da mache ich mir schon Gedanken. Aber eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sowas in der Schweiz passiert.»

Sehen Sie sich eine Szene aus der holländischen Originalserie «SpagnaS» im Video an: 

Auch interessant