Friedensnobelpreis für US-Präsident Barack Obama Noble Last

Der Friedensnobelpreis 2009 geht an Barack Obama. Doch verdient der amerikanische Präsident diese Ehrung auch?
Barack Obama in Paris
Barack Obama in Paris

Er selber sagt, er habe das Gefühl, diese Auszeichnung nicht verdient zu haben. Uns geht es – sorry, Mister President – genauso. Barack Obama bekommt den Friedensnobelpreis 2009. Wofür? Was hat er geleistet? «Stärkung der internationalen Diplomatie», begründet das Nobelpreiskomitee.

Die Welt liebt Obama, die Welt verfällt Obama. Er wird angebetet als Lichtgestalt, Hoffnungsträger, «Yes, we can»-Prophet. Er führt und verführt mit Charisma, Charme und Rhetorik. Und seiner Coolness. Wie er dasitzt, auf diesem Foto vom letzten Juni, ein legerer Obama, der sich auf die Treppe vor der Residenz des US-Botschafters in Paris fläzt: lässig und doch würdig und bereit, die grossen Probleme der Welt mit Scharfsinn, Stil und Style zu lösen.

So wollen wir ihn doch sehen, so überirdisch wünschen wir ihn uns. Anscheinend gewichtet auch das Nobelpreiskomitee den Wunsch höher als die Tat. Und Obama selber? Seit seiner Wahl zum US-Präsidenten wehrt er sich gegen die unrealistischen Erwartungen in seine Person. So sehr ihn dieser Friedensnobelpreis adelt, er wird ihm wenig inneren Frieden bescheren

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