Peyman Amin Nun sucht er ein Model in der Schweiz

Modelscout und DJ Peyman Amin, den man auch als früherer Juror von «Germany's Next Topmodel» kennt, kommt mit «Fashion IN!» in die Schweiz. SI online hat mit ihm über die Faszination des Modellebens, die besten Voraussetzungen und die Miss-Schweiz-Wahl gesprochen.
Peyman Amin, einer der renommiertesten Modelscouts in Deutschland, kommt nun mit «Fashion IN!» in die grössten Städte der Schweiz.
© Ralf Jürgens / ProSieben Peyman Amin, einer der renommiertesten Modelscouts in Deutschland, kommt nun mit «Fashion IN!» in die grössten Städte der Schweiz.

Dieses Model-Casting ist mehr als nur ein Vorsprechen vor einer Jury: Deutschlands Mode-Experte Peyman Amin wird mit «Fashion IN!» als DJ in den grössten Städten der Schweiz auflegen und direkt an den Partys seine Models beurteilen. Die Roadshow-Party macht innerhalb von drei Wochen in verschiedenen Clubs in Zürich, Luzern, Bern und Basel halt. Der Kick-Off Event findet am Freitag, 14. Juni, im Jade Zürich statt. Interessierte Nachwuchsmodels hatten in den letzten Wochen Gelegenheit, sich für die Show zu bewerben. In jedem Club wird Peyman neue Finalistinnen bestimmen. Zusätzlich findet ein Online-Voting statt, deren Gewinnerin sich direkt fürs Halbfinale qualifiziert. Das Finale steigt am 29. Juni im Vegas Club in Luzern.  

SI online: Peyman Amin, wie viele schöne Schweizerinnen haben sich beworben?
Peyman Amin: Erstaunlich viele. Es waren einige 100, würde ich sagen. Ich habe erst eine grobe Auswahl gesehen, bin aber auf jeden Fall positiv gestimmt.

Was sind die grössten Fehler, die Mädchen machen, wenn sie sich als Model bewerben?
Oft schicken die Mädchen Fotos von sich, auf denen sie grosse Sonnenbrillen oder zu viel Make-up tragen. So kann man nur schlecht beurteilen, wie das Model wirklich aussieht. Auch machen die Mädchen oft den Fehler, dass man ihr Haar auf dem Bild nicht richtig sieht.

Und welches sind klassische Fehler bei Fotoshootings?
Ein grosses Problem ist, dass oft zu übertrieben posiert wird. Oftmals gilt: Weniger ist mehr! Es ist sehr wichtig, dass die Chemie zwischen Fotograf und Model stimmt. Das sieht man bei den Ergebnissen.

Was ist auf dem Catwalk zu beachten?
Folgende drei Punkte sind nicht zu unterschätzen: Man muss auf hohen Schuhen laufen können, auf die Atmung achten und darf sich vom Blitzlichtgewitter nicht ablenken lassen.

Wie ist die Idee entstanden, diese Art von Modelcasting zu veranstalten?
Gemeinsam mit  «Löwenherz» und «Selina Dermon Management». Wir haben darüber geredet, Mode, Models und Musik zu verbinden. Somit kam uns die Idee dieser Roadshow-Party.

Und dies in der Schweiz...
Ja, denn in Deutschland bin ich als DJ sehr aktiv unterwegs, in der Schweiz kennt man mich noch nicht so gut. Also hat sich das angeboten, die grössten Städte der Schweiz unsicher zu machen.

Welche Art von Musik legen Sie denn auf?
House-Musik! Aber mehr verrate ich noch nicht. Wir wollen ja nicht die Spannung vorwegnehmen.

Am Freitag ist der Kick-off-Event in Zürich. Sind Sie schon nervös?
Ehrlich gesagt ja! Das ganze Team ist schon ziemlich aufgeregt. Ich hoffe, dass die Clubs gerappelt voll mit Leuten sein werden, die gut drauf sind.

Wie realistisch ist es, dass das Gewinnermodel die angekündigte «internationale Karriere» starten wird?
Dafür kann ich die Hand nicht ins Feuer legen. Wir bieten eine Möglichkeit, in der Modelbranche Fuss zu fassen. Mein Motto ist: Nicht zuviel erwarten, so wird man eher positiv als negativ überrascht. Es ist nicht einfach ein Model zu finden, das weltweit Chancen hat.

Wie viele Models schaffen denn überhaupt den ganz grossen Sprung?
Das ist sehr überschaubar. Pro Jahr gibt es höchstens zehn Mädchen, die international auf sich aufmerksam machen. Wer das Potenzial und Talent hat, muss nicht sofort in den sechsten Gang schalten. Gerade sehr junge Mädchen sollten zuerst die Schule beenden. Man kann auch langsam in die Branche einsteigen.

Wenn Sie eine Frau wären, würden Sie ein Model sein wollen?
Es gibt sicher Schlimmeres. (lacht) Im Ernst, der Job darf nicht unterschätzt werden. Auch wenn er viele schöne Seiten hat, ist es oftmals harte Knochenarbeit. Man ist viel unterwegs und lebt aus dem Koffer. Viele denken, dies sei ein Traumberuf. Man erlebt man viel und kann sehr erfolgreich werden. Aber der Job hat auch Schattenseiten. Es ist schwer zu sagen, wie ich das als Frau entscheiden würde.

Haben Sie die Miss-Schweiz-Wahl verfolgt?
Nur am Rande. Ich habe mitbekommen, dass diese Wahl für die Schweiz sehr wichtig zu sein scheint. Würde ich angefragt werden, ob ich als Juror mitwirken möchte, wäre ich grundsätzlich nicht abgeneigt.

«Fashion IN!»: Kick-Off-Event am Freitag, 14. Juni 2013, Jade Club Zürich, 22.00 Uhr.
Weitere Daten: 15. Juni 2013, Bar Rouge, Basel (22.00 Uhr) - 21. Juni 2013, Du Théâtre, Bern (22.00 Uhr) - Finale: 23. Juni 2013, Vegas Club Luzern (20.00 Uhr)

Das Online-Voting läuft noch bis Freitag, 14. Juni 2013, um 12 Uhr mittags. Die Gewinnerin des Votings qualifiziert sich direkt ins Halbfinale in Bern.

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