«Die Alm» Peinlicher Pseudo-Skandal soll Zuschauer bringen

Das TV-Format «Die Alm» wird von den Medien zerrissen. Von allen Seiten hagelt es Kritik. Peinliche Geständnisse von den Promis, schale Witze und ein schlechtes Moderatoren-Duo. Am Mittwoch dann der Supergau: ProSieben versucht mittels PR-Gag mehr Zuschauer zu generieren.

Sieben Jahre mussten die Zuschauer auf ein TV-Comeback von «Die Alm» warten. Nachdem die erste Staffel für gute Quoten sorgte, war der Start des zweiten Teils eher etwas bescheiden. Die Medien kritisieren das Format selbst, die Moderatoren und die Teilnehmer. Die Show wird von peinlichen Pannen begleitet. Einige Beispiele dazu:

Sender-Pannen:

  • Per Eilmeldung liess ProSieben am Mittwoch verlauten: «Gina-Lisa Lohfink, Rolf Scheider und Thomas ‹der Checker› Karaoglan haben ‹die Alm› verlassen. Die Flucht der drei Teilnehmer entpuppte sich aber schnell als PR-Gag.
     
  • Beim Auftakt der Sendung wird ein falscher Einspieler gezeigt und zurück zu den Moderatoren gewechselt. Kunzes Reaktion: «Wir haben keinen Text mehr! Was machen wir jetzt?»
  • So war das Statement «der Tag, der alles verändert» von ProSieben bestimmt nicht gemeint. Ein Brand im Sendezentrum von ProSiebenSat1 brachte das Programm am Montag durcheinander. «Die Alm» lief ohne Werbung und in Dauerschleife.
  • Die Quoten sinken mit jeder neuen ausgestrahlten Folge. Am Sonntag waren die Zuschauerzahlen noch hoch. 16.5 Prozent Marktanteil erreichte die Sendung. Bereits am Montag sank die Zahl auf 12.5 Prozent, aktuellere Werte sind noch nicht bekannt.
  • «Die Alm» ist ein missglückter abklatsch des RTL «Dschungelcamps».

Moderatoren-Pannen:

  • Daniel Aminati und Janine Kunze haben keine eigene Persönlichkeit. Mit platten Witzen versuchen sie pepp in die Show zu bringen. Was aber gehörig missglückt. Kommentare wie «Werner Loranth, der sympathischste Chef seit Gaddafi» kommen beim Publikum überhaupt nicht gut an.
     
  • Ständige Versprecher sorgen für Verwirrung. So schaffte es Kunze über drei Sendungen verteilt das SMS-Voting falsch anzumoderieren.
     
  • Die Moderatoren werden als öde Klone von Dirk Bach und Sonja Zietlow - sie modererien das RTL-«Dschungelcamp» - bezeichnet.
  • Ihnen fehlt die Spontaneität: Können sie den Text nicht ablesen, wissen sie nicht, was sie sagen sollen.

Kandidaten-Pannen:

  • «Rolfe» rastet aus, als Tessa am Mittwoch nach der «Muh-Probe» Kissen mitbringt anstatt etwas Essbares. «Die halten uns doch für die letzten Arschgeigen. Fucking Leute da unten.» In Rage vergass er sogar seinen französischen Akzent. Anschliessend fasst er den Plan mit Gina-Lisa und dem Checker die Alm zu verlassen. Ohne Geld und Kreditkarten gehen sie ins Tal und wollen in einem Hotel übernachten. Die anderen Alm-Bewohner lassen sie zurück.
     
  • Nach dem «Auszug» von Scheider, Lohfink und Karaoglan beginnen die Läster-Attacken. Allen voran Tessa Bergmeier und Charlotte Karlinder. Mit riesigen Salatköpfen ziehen sie über Gina-Lisa her. Tessa meint: «Ich bin die Gina-Lisa. Ich habe dicke Dinger und brabbel viel Scheisse.» Blöd nur, dass die drei Aussteiger alle Lästereien mitgekriegt haben. Es kommt zum Streit zwischen Almzicke Tessa und Barbie-Heidi Gina-Lisa.

  • Über den ehemaligen Fussball-Trainer Werner Lorant lachen nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kandidaten. Mit seinen Fluchtkonzepten («ich geh jetzt einfach runter ins Tal») sorgt er für Belustigung unter den Teilnehmern.
  • Tessa droht am Anfang des Camps mit einem Hungerstreik, weil sie kein eigenes Geschirr bekommt. Sie will nichts mehr essen, bis sie umfällt. Lange hält sie ihre Drohung aber nicht durch. Als die nächste Mahlzeit auf dem Tisch steht, leckt sie sogar den Teller sauber.

Aber nicht nur die Medien kritisieren die Auftritte der Kandidaten. Obwohl in der Show nicht viel von Kathy Kelly zu sehen und zu hören ist, meldet sich nun ihre Schwester Maite zu Wort. «Ich habe erfahren, dass meine Schwester da reingegangen ist, und stehe immer noch unter Schock», zitiert «Gala» die Sängerin. Sie könne sich nicht vorstellen, was ihre Schwester dazu bewogen haben könnte mit anderen Teilnehmern mehrere Tage unter Kamera-Beobachtung zu leben.

 

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