EMA 2012 Pleiten-Show: Klums Verleihung am Pranger

Ausgerechnet Präsentatorin Heidi Klum machte sich rar, ein Technik-Unfall unterbrach die Live-Sendung, und wieder einmal glänzten vor allem US-Grössen an der grössten europäischen Musikpreis-Verleihung: die Pleiten, Pech und Pannen der diesjährigen MTV Europe Music Awards in Frankfurt.

Sechs Mal zog sich Heidi Klum, 39, während der Show um. Die Moderatorin der MTV Europe Music Awards präsentierte sich - getreu dem Motto des Abends - in unterschiedlichen Zirkus-Outfits und zeigte zuweilen viel nackte Haut. Wenn sie sich da mal nicht zu sehr verausgabte! Denn das Topmodel war offenbar derart mit dem Wechseln ihrer Versace-Kleider beschäftigt, dass sie sich nur selten auf der Bühne in Frankfurt zeigte. Backstage-Moderatoren mussten in die Bresche springen.

War sie dann doch mal vor den Kameras zu bestaunen, bot sie mehr Augenschmaus als Hörgenuss: Klums unverkennbare Quietsch-Stimme sei kaum zu den rund 8000 Fans in der Halle in Frankfurt durchgedrungen, bemängelten am Montag verschiedene deutsche Medien.

Ihren einstigen Kollegen von «Germany's Next Topmodel», Peyman Amin, schien sie mit ihrem Auftritt gar derart genervt zu haben, dass er sich auf seiner Facebook-Fanseite öffentlich echauffierte: Er bezeichnete sie als «Zombie mit Burnout-Syndrom», der «nicht einmal durch den ständigen Wechsel der geschmacklosen Garderobe für Aufmunterung sorgen kann». Inzwischen ist der Model-Agent zurückgekrebst und hat den Eintrag von seiner Pinnwand entfernt. 

Heidi Klum war indes nicht der einzige Stein des Anstosses. Die Anhänger von Carly Rae Jepsen wurden verärgert, als der Sender mitten in ihrem Auftritt in die Werbung ging. Stinksauer äusserten sich ihre Fans auf Twitter und Facebook. «Wir können uns nur entschuldigen», schreibt der Sender auf Facebook. «Wegen technischer Schwierigkeiten ging die Sendung zu früh in die Werbepause. Wir übertragen JETZT wieder live für Euch.»

Bei so vielen Malheuren, wog ein bekannter Kritikpunkt plötzlich nicht mehr schwer: die Tatsache, dass bei den MTV Europe Music Awards einmal mehr hauptsächlich amerikanische Künstler absahnten. Selbst die britische Boyband One Direction, die zwei Trophäen erhielt, glänzte mit Abwesenheit. Lobenswerte Ausnahmen bildeten da die Auftritte der Gruppe Muse und Rita Ora aus Grossbritannien.

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