Gabriela Amgarten «Prügel gehören zum Job»

Als SF-Unterhaltungschefin verantwortet Gabriela Amgarten, 47, unter anderem die Sendung «MusicStar».
Gabriela Amgarten
© SF/Markus Bertschi Gabriela Amgarten

Können Sie das Wort «MusicStar» noch hören?
Aber sicher und sogar gerne.

Im Ernst?
Ich unterhalte mich dabei bestens.

Sie zappen nicht weg?
Warum sollte ich?

Lesen Sie Zeitungen?
Klar! Das «MusicStar» begleitende mediale Monsterkonzert ist ja eindrücklich.

Und die Kritik lässt Sie kalt?
«MusicStar» wird seit je hart kritisiert. Die Sendung weckt nun mal Emotionen.

Aber die Quote ist schlecht.
Seit der zweiten Sendung gewinnen wir laufend Zuschauer dazu. Ich ziehe die Bilanz erst nach dem Finale.

Reisst das Moderatoren-Duo Sie am Sonntag­abend von der Couch?
Max Loong und Andrea Jansen machen ihre Aufgabe gut. In erster Linie müssen mich die Kandidaten von der Couch reissen.

Ärger haben Sie auch mit Gölä.
Da wird medial was hochgepusht.

Tatsache ist, dass nach seinem Abgang aus der Jury sein Konzert aus dem SF-Programm gekippt wurde. Das riecht schon nach Rache.
Nein, die Sache ist einfacher. Wir hatten wäh­rend «MusicStar» als PR-Massnahme eine Wiederholung eines Gölä-Konzerts geplant. Mit seinem Ausscheiden wurde das hinfällig. Wir bringen es nun zu einem späteren Termin.

Er greift Sie persönlich an, wenn er sagt: «Diese Aktion wirft kein gutes Licht auf Frauen in Führungspositionen.»
Das kann ich mit Gölä ja mal diskutieren.

Nun hat Pop-Titan Dieter Bohlen seine Hilfe angeboten. Eine Option für Sie?
Nein! Dieter Bohlen gehört zum deutschen Privat-TV, wo die Emotionalisierung auf Kosten der Kandidaten Alltag ist. Wir pflegen einen anderen Umgang. Herr Bohlen passt nicht zu uns.

Sie kassieren mediale Prügel. Wieso tun Sie sich das überhaupt an?
So schlimm ist es nun auch wieder nicht. Und Prügel gehören zu meinem Job. Schliesslich soll, muss und darf über die Unterhaltung beim SF diskutiert werden.

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