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Nach Kritik an Sendung und Heidi Klum

Sara Leutenegger ergreift Partei für «GNTM»-Kim

«GNTM»-Kandidatin Kim schmiss vergangene Woche freiwillig hin und zog danach über die Show her. Einige Entscheidungen seien «unrealistisch». Model und Ex-Teilnehmerin Sara Leutenegger zeigt Verständnis für Kims Reaktion.

Sara Leutenegger Model und Influencerin und «GNTM»-Kandidatin 2018
Influencerin Sara Leutenegger war 2018 Kandidatin bei «Germany's Next Topmodel».  Instagram/saraleutenegger

Nach nur drei Folgen bei «Germany's Next Topmodel» schmiss Kandidatin Kim, 18, vergangene Woche freiwillig hin. Im Interview mit «Bild» erklärt die Studentin, wie es zu dieser Entscheidung kam. «Die vielen Kameras rund um die Uhr hatten für mich irgendwann nix mehr mit dem Modeln zu tun, und auch einige Entscheidungen waren recht unrealistisch, weshalb ich lieber meinen eigenen Weg gehen wollte.» Im echten Leben würden die Entscheidungen von Heidi nie so ablaufen, giftete Kim.

Im gleichen Zug enthüllt das Model, dass die offizielle Begründung für ihr Ausscheiden nicht der Wahrheit entspricht. In der Sendung war die Rede von einem zu grossen Trennungsschmerz von Kims Freund. «Natürlich habe ich meinen Freund vermisst, aber ich bin nicht deshalb gegangen. Das stimmt so nicht, denn Heidi hat nie mitbekommen, dass ich meinen Freund vermisse.»

«GNTM»-Kandidatin 2019 Kim Dammer Model
«GNTM»-Kandidatin Kim Dammer fand Heidi Klums Entscheidungen unrealistisch und verliess die Modelshow freiwillig. Instagram/kimdammer

«Es geht darum, die Leute zu unterhalten»

SI online hat bei Sara Leutenegger, 24, nachgefragt, was sie von Kims Vorwürfen hält. Die Schweizerin war selbst «GNTM»-Kandidatin in der vergangenen Staffel. «Ganz ehrlich, es geht in Heidis Show nicht rein ums Modeln», stellt Leutenegger klar. Von daher könne sie Kims Aussagen nachvollziehen. «Es ist eine riesige TV-Show. Da geht es vordergründig darum, die Leute zu unterhalten.»

Deshalb gebe es eine permanente Kamera-Überwachung, so die heutige Influencerin. «Am Set wird ständig gefilmt. Die Sendungsmacher wollen neben den Shootings und Entscheidungen natürlich die ganzen Heulkrämpfe, Zickereien und sonstige Dramen einfangen.» Für sie persönlich seien die vielen Kameras aber kein Problem gewesen. «Ich hatte damit gerechnet, dass man uns Kandidatinnen sehr viel filmt und konnte gut damit umgehen.»

Models werden im Bett von der Kamera überrascht

Es habe Momente gegeben, in denen sie von der Filmcrew überrascht worden seien, erinnert sich Leutenegger. «Einmal kamen sie unangemeldet morgens in unsere Villa. Glücklicherweise bin ich eine Frühaufsteherin und so haben sie mich nie im Bett erwischt.» 

Sara Leutenegger Influencerin SI Shooting für Digitaltag 2018
Bei ihrer «GNTM»-Teilnahme 2018 trug Sara Leutenegger noch lange Haare. Olivia Pulver

Sie suchen kein klassisches Laufsteg-Model

Zu Kims Kritik an Heidis angeblich «unrealistischen» Entscheidungen sagt Leutenegger: «Es geht bei ‹GNTM›  klar darum, ein Model zu suchen. Allerdings kein klassisches Laufsteg-Model, sondern eines mit viel Persönlichkeit und Ausstrahlung.»

Auch in ihrer Staffel seien teilweise Mädchen rausgeflogen, die perfekte Modelmasse und hübsche Gesichter mitbrachten und es in der Modelwelt weit hätten bringen können. «Ich hab meinen Mitstreiterinnen in solchen Situationen immer gesagt: ‹Es geht in der Show nicht darum, die Schönste weiterzulassen.›» Da brauche man sich nur den Prosieben-Hit: «We Love To Entertain You» in Erinnerung zu rufen, so Leutenegger.

Die Publikums-Magnete der Show kommen weit

Dass die ganze Castingshow von Beginn an ein abgekartetes Spiel ist, daran glaubt Leutenegger aber nicht. «Das Rennen war offen. Während der Dreharbeiten hatten wir alle Hoffnungen und kämpften darum weiterzukommen.» Im Nachhinein betrachtet sei ihr aber aufgefallen, dass vor allem die Publikums-Magnete lange in der Show bleiben durften.

Auch wenn nicht vorgeschrieben sei, was die Kandidatinnen vor der Kamera sagen müssen, würden die Sendungsmacher die Mädchen ein wenig manipulieren, verrät Leutenegger. «Die Interviewer fragen sehr hartnäckig und versuchen schon mal, uns zu provozieren.»

Galerie: Sara Leutenegger schätzelet mit Ehemann Lorenzo in Kapstadt

Exklusive Bilder aus Südafrika

Sara Leutenegger schätzelet mit Lorenzo in Kapstadt

Sara Leutenegger und ihr Mann Lorenzo Leutenegger in den Ferien in Kapstadt, Südafrika im Januar Februar 2019
Sara Leutenegger Ferien in Kapstadt, Südafrika im Januar Februar 2019
Sara Leutenegger in den Ferien in Kapstadt, Südafrika im Januar Februar 2019
Die Destination ist nicht zufällig gewählt: Sara Leutengger, 24, und ihr Mann Lorenzo, 35, kommen regelmässig nach Kapstadt, Südafrika, um etwas Sonne zu tanken und sich vom Alltagsstress zu erholen. Dieses Mal ist die Influencerin aber alleine angereist. Gegenüber SI online schwärmt die Ex-«GNTM»-Kandidatin vom Ferienparadies. «Ich bin seit dem 24. Januar hier. Für mich persönlich ist Kapstadt der schönste Ort der Welt. Daher geniesse ich es umso mehr, dass ich volle sechs Wochen bleiben kann.» ZVG

«Heidi weiss alles über ihre Määädchen»

Was Kims Vorwurf angeht, Heidi hätte gar nie mitbekommen, dass sie ihren Freund vermisse, klärt Leutenegger auf: «Auch wenn Heidi es nicht selbst live mitgehört hat, sie weiss alles über ihre Määädchen. Die Crew erzählt ihr, was sich hinter den Kulissen abspielt.» Dass die «GNTM»-Chefin nicht immer bei den Mädchen ist, war für Leutenegger in Ordnung. «Sie ist eine Geschäftsfrau und ist nicht dort, um Freundschaften zu den Mädchen aufzubauen. Sie kommt morgens zum Set, arbeitet hart und geht abends wieder.»

Anders als Kim hat Leutenegger ihr «GNTM»-Abenteuer bis zum Ende mitgemacht. «Klar hatte ich auch Tiefs. Besonders gegen Ende der Staffel fühlte ich einen grossen Druck auf mir lasten, hinzu kam das Heimweh. Aber wenn ich mir ein Ziel setze, ziehe ich es durch.» Später hatte Leutenegger mithilfe ihres Anwalts alle Verträge im Zusammenhang mit der Prosieben-Castingshow gekündigt. Ihre Teilnahme beim Model-Format bereut sie aber bis heute nicht: «Könnte ich nochmals zurückgehen, würde ich wieder teilnehmen.»

Von Sarah Huber am 5. März 2019