Balthasar Burkhard Schwarz-Weiss-Fotograf geht fremd

Ein Ballett  der besonderen Art: «Blumen», Balthasar Burkhard.
Ein Ballett der besonderen Art: «Blumen», Balthasar Burkhard.

Ein dunkler Hintergrund, eine Lichtquelle, Blumen: Zutaten aus denen Balthasar Burkhard, 64, seine neuesten Farbstillleben komponiert. Wie die tiefblauen Iris, zart schimmernden Pfingstrosen oder karminroten und goldgelben Mohnblumen kurz vor der vollen Blüte. Aber auch idyllische Landschaften, bemoste Steine, blühende Wiesen, meist bei Dämmerung auf­genommen. Alles aussagekräftige Fotografien, die mit ihrem Helldunkel un­weigerlich an Caravaggio (1571–1610) erinnern.

Dabei ist der Berner eigentlich für ­seine Schwarz-Weiss-Fotografie ­bekannt. Etwa für seine märchenhaften Landschaften und die präzis ausgeleuchteten Körperbilder. Die Beschäftigung mit dem Körper war seit den Anfängen von Burkhards fotografischem Werk in den 1970er-Jahren ein wichtiger Aspekt.

Oft sind es nur Fragmente, die die Aufmerksamkeit des Künstlers anziehen: ein Ohr, ein Ellenbogen, ein Kopf von hinten, eine Hüfte. Je grösser das Bild – und Burkhard liebt grosse Formate –, desto mehr verwischen sich die Formen.

In der Schau «Scent of Desire» ergänzt der Künstler seine neuen Fotografien mit ausgesuchten Werken aus der Serie der Körperbilder. Diese Gegenüberstellung unterstreicht den skulpturalen ­Aspekt in seinen Arbeiten.

Museum Bellpark Kriens LU
Bis 21. 2. Mi–Sa 14–17, So ab 11 Uhr
Tel. 041 - 310 33 81
www.bellpark.ch
Publikation CHF 68.–


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