Luca Ruch 1. Tat nach Titel-Übergabe: «Bierchen trinken»

In knapp einer Woche muss Luca Ruch seinen Titel an einen Nachfolger abgeben. Mit SI online blickt der Mister Schweiz 2011 auf bewegende 16 Monate zurück. Verrät, welche Schlagezeile ihn genervt hat. Und welche Zukunftspläne er schmiedet.

Mein schönstes Erlebnis während des Amtsjahres:
«Das grösste Highlight war Florida. Als Botschafter der Edelweiss durfte ich Anfang Juni eine Woche in Tampa verbringen, wo ich auch meinen 23. Geburtstag feierte. Das war grandios! Aber auch den Superzehn-Wettkampf werde ich mein Leben nicht vergessen. Das Hallenstadion war randvoll, es herrschte eine Riesenstimmung. Toll!»

Darauf hätte ich verzichten können:
«Ein Knackpunkt war, als viel über meine Freundin Daniela geschrieben wurde - über ihre Mitgliedschaft der Chrischona-Freikirche und ihre mögliche Teilnahme an der Miss-Schweiz-Wahl. Das hätte nicht sein müssen, die Medien haben da so manche Tatsachen verdreht. Daniela ging das nahe, und ich konnte nichts dagegen machen. Grundsätzlich finde ich aber, dass alle Erlebnisse im Mister-Jahr wertvoll waren. Die guten wie die schlechten.»

Die schlimmste Schlagzeile über mich:
«‹Der Mister macht es nur fürs Geld›. Das wurmte mich am meisten, machte mich auch wütend. Vor allem, weil es aus dem Blauen heraus geschrieben wurde und ohne Vorwarnung kam. Geld war zu keinem Zeitpunkt Antrieb für mich. Es war aber klar, dass irgendwann einmal eine Negativ-Schlagzeile auftauchen würde. Am Ende war sie irrelevant.»

Das habe ich als Mister Schweiz gelernt:
«Ich bin inzwischen selbstsicherer und sicher mehr als die 16 Monate, in denen ich im Amt war, älter geworden. Früher war es der Horror für mich, auf fremde Leute zuzugehen, inzwischen kann ich das ganz gut. Und ich weiss jetzt, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Ich musste jeweils viel organisieren, war bei den Terminen oft auf mich alleine gestellt - aber alles hat funktioniert.»

So hat sich meine Beziehung zu Daniela verändert:
«Sie ist unkomplizierter und lockerer geworden. Wir hatten weniger Zeit füreinander, und trotzdem klappte es problemlos. Die wenige Zeit, die uns blieb, haben wir umso mehr genossen. Mein Mister-Jahr hat uns gestärkt.»

Unser Liebes-Rezept:
«Keine Ahnung, wie wir das Jahr so problemlos über die Bühne kriegten. Ich hab mein Amtsjahr beziehungstechnisch als keine grosse Challenge wahrgenommen. Wir haben viel miteinander kommuniziert. Und es war sicher auch nicht schlecht, dass wir schon eine Basis hatten. Wir waren ja schon vor dem Titel zweieinhalb Jahre zusammen.»

Das leiste ich mir von meinem Verdienst über 400'000 Franken:
«Ich habe mir schon einen Haufen geleistet. Ferien mit Daniela, hin und wieder ein verlängertes Wochenende mit ihr. Auch meine Familie habe ich unterstützt. Ein Teil liegt noch auf meinem Konto, der ist aber nicht als Altersvorsorge gedacht.»

Darauf freue ich mich nach dem Amtsjahr besonders:
«Keine Ahnung, ich lasse mich erst einmal treiben. Eventuell reise ich erst einmal nach Südafrika, Daniela macht dort Ferien mit ihren Kolleginnen. Das werde ich spontan entscheiden.»

Das mache ich als erstes nach der Amtsübergabe:
«Ein Bierchen trinken, mit Daniela den Abend geniessen und mich darüber freuen, dass sich die Medien auf den neuen Mister stürzen. Über die Stränge schlagen darf ich jedoch nicht, am Tag darauf steht ein Fussballmatch an. Zum Glück erst am Nachmittag.»

Meine Zukunftspläne:
«Nächstes Jahr will ich mir einen Sprachaufenthalt finanzieren, noch ist aber nichts unter Dach und Fach. Ansonsten habe ich noch keine Pläne, bewusst nicht. Ich hoffe, dass noch das eine oder andere Türchen für mich aufgeht, ich werde nun einfach mal schauen, was sich ergibt. Ich könnte mir vorstellen, als Moderator tätig zu sein, am ehesten im Bereich Sport oder Fussball. Und es wäre natürlich cool, wenn ich noch den einen oder anderen Model-Auftrag an Land ziehen könnte. Nach einem halben Jahr will ich Bilanz ziehen, vielleicht will ich dann auch mein Wirtschafts-Studium wieder aufnehmen.»

Das werde ich künftig vermissen:
«Wohl die coolen Events und Erfahrungen, die man als Mister Schweiz machen darf. Ich glaube, ich werde ganz schön neidisch sein, wenn ich sehe, was mein Nachfolger so macht.»

Meine Tipps an den Mister Schweiz 2012:
«Ich rate ihm nichts. Er wird so viele Tipps von anderen mit auf den Weg bekommen, dass er mich nicht mehr zwingend braucht. Er wird sein Jahr sowieso anders erleben als ich, und er soll seine eigenen Erfahrungen sammeln. Meine einzige Empfehlung: die Zeit geniessen. Nur einmal im Jahr darf ein junger Mann Mister werden - das ist ein einmaliges Geschenk!»

Mein Favorit unter den diesjährigen Finalisten:
«Zwei bis drei sind mir positiv aufgefallen, die könnten das Jahr gut meistern. Namen nenne ich aber nicht. Am Ende kommts sowieso anders, als man denkt. Das ist doch meistens so.»

Sehen Sie in der SI-online-Bildergalerie die Highlights in Luca Ruchs Mister-Amtsjahr.

Alles zur Mister-Schweiz-Wahl 2012 finden Sie im Dossier auf SI online.

Mister-Schweiz-Wahl 2012: Samstag, 25. August, in der Maag Event Hall Zürich. Die Sitzplätze sind ausverkauft. Wegen der grossen Nachfrage gibt es im Foyer ein Public Viewing. Tickets gibt es für 25 Franken bei Ticketcorner.ch. Im Eintritt inbegriffen ist der Zutritt zur Aftershow-Party.

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