«Wir werden es nie begreifen können» Emotionaler Abschied von Knie-Clown Spidi

Am 26. Juli hat sich der langjährige Knie-Clown Spidi das Leben genommen. Unter den Trauergästen waren heute Montag neben der Familie Knie prominente Trauergäste - und eine Prinzessin aus Monaco.
Spidi Abdankung Knie
© David Biedert

Zum Schluss durfte sich jeder persönlich an Spidis Urne vom Clown verabschieden.

Er brachte als Clown unzählige Menschen zum Lachen. Am 26. Juli ist er unerwartet verstummt. Peter Wetzel, besser bekannt als Knie-Clown Spidi, hat sich im Alter von 51 Jahren das Leben genommen. Heute Montag nun nahmen die Familie Knie, Freunde und Fans von Spidi Abschied. In Bern auf der Allmend fand die offizielle Abdankung statt - in der mit Blumenkränzen dekorierten Manege des Zirkus Knie.

Mehr als 500 Trauergäste versammelten sich, um Wetzel die letzte Ehre zu erweisen. Darunter Prominente wie Komiker Sven Furrer, Artist Jason Brügger, Hochseilartist Freddy Nock, Laureus-Präsident Rolf Theiler oder Circus-Maus-Chef Heini Gugelmann. Mit dabei war auch Stéphanie von Monaco. Die 53-Jährige ist die Gotte von Chanel, der Tochter von Géraldine Knie, 45.

Knie Abschied Spidi Stephanie Monaco
© David Biedert

Laureus-Präsident Rolf Theiler und Gattin Gloria, Marie-José Knie, Stéphanie von Monaco und Géraldine Knies Sohn Ivan (v. l.).

8000 Vorstellungen, 10 Millionen Gäste

Die zwei Zirkuspfarrer Ernst Heller, 70, und Adrian Bolzern, 38, führten durch die Zeremonie. Heller sprach über den Schock, welchen Spidis Freitod mit sich brachte. Man habe dieses Gesicht des Clowns nicht gekannt. Und er gestand ein, dass man mehr hätte tun können, um die Tragödie zu verhindern.

Mit rührenden Worten wandten sich auch Mitglieder der Familie Knie an die Gäste. Fredy erzählte, Spidi habe in gut 8000 Vorstellungen an mehr als 10 Millionen Menschen Programmhefte verteilt. Er schloss mit: «Machs gut, lieber Spidi. Machs gut, lieber Freund.» So habe der Clown ihn jeweils verabschiedet.

Ernst Heller Bolzern Knie Spidi
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Die Zirkus-Pfarrer Adrian Bolzern (l.) und Ernst Heller führten durch die Feier.

Franco Knie erinnerte sich an ein spezielles Erlebnis mit dem Clown: Als ein Elefant in der Manege partout nicht abliegen will, erscheint plötzlich Spidi mit einem grossen, roten Kissen. Der Elefant machte es sich darauf bequem, und Spidi zog mit seinem berühmten, verschmitzten Lächeln wieder ab. «Er fehlt uns, wir tragen ihn immer in unserem Herzen. Ciao, Spidi», sagte Franco Knie.

Spidi Abdankung Knie
© David Biedert

Die Abdankungsfeier fand in der Manege des Zirkus Knie statt. Mehr als 500 Trauergäste nahmen teil.

«Wir werden es nie begreifen können»

Nicht zu sprechen vermochte Géraldine Knie. Der Tod des geliebten Clowns geht ihr zu nah. Sie liess aber das Lied «Amoi seg ma uns wieder» von Andreas Gabalier abspielen.

Besonders schwer fiel der Abschied Agnes Wetzel, der 76-jährigen Mutter von Spidi. «Wir alle werden es nie begreifen können. Ich denke jeden Tag an ihn», sagt sie.

Agnes Wetzel Spidi
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Spidis Mutter Agnes Wetzel erhält von SI-Chefreporter André Häfliger eine Kerze überreicht.

Zum Schluss durften die Gäste an die Urne in der Manege treten und persönlich noch Abschied von Spidi nehmen. Dazu spielte Musik von Pavarotti und das Lied «Time to say goodbye».

Galerie: Das war der berühmte Knie-Clown Spidi

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