Gunter Sachs Abschiedsbrief: Das waren seine letzten Worte

Am Samstag nahm sich der Deutsch-Schweizer in Gstaad das Leben - jetzt veröffentlichte die Familie von Gunter Sachs seinen Abschiedsbrief. War der Kunstsammler und Fotograf an Alzheimer erkrankt?

Im Alter von 78 Jahren hat sich Gunter Sachs am Samstag in seinem Chalet in Gstaad erschossen. Nachdem die Gründe für den Selbstmord bislang unklar waren, veröffentlichte seine Familie am Sonntagabend eine Pressemitteilung sowie einen Abschiedsbrief des Verstorbenen - SI online zeigt Ihnen die beiden Dokumente im Wortlaut:

DER ABSCHIEDSBRIEF VON GUNTER SACHS
«In den letzten Monaten habe ich durch die Lektüre einschlägiger Publikationen erkannt, an der ausweglosen Krankheit A. zu erkranken.

Ich stelle dies heute noch in keiner Weise durch ein Fehlen oder einen Rückgang meines logischen Denkens fest - jedoch an einer wachsenden Vergesslichkeit wie auch an der rapiden Verschlechterung meines Gedächtnisses und dem meiner Bildung entsprechenden Sprachschatzes. Dies führt schon jetzt zu gelegentlichen Verzögerungen in Konversationen.

Jene Bedrohung galt mir schon immer als einziges Kriterium, meinem Leben ein Ende zu setzen.

Ich habe mich grossen Herausforderungen stets gestellt.

Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben, wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten.

Ich danke meiner lieben Ehefrau und meiner engsten Familie sowie meinen in tiefer Freundschaft verbundenen Weggefährten, mein Leben wundervoll bereichert zu haben.

Gunter Sachs»

DIE PRESSMITTEILUNG DER FAMILIE
«Nach einem grossen Leben, reich an Erlebnissen und Begegnungen, ist mein geliebter Mann, unser Vater und Grossvater, Gunter Sachs, von uns gegangen.

Er war eine einmalige Persönlichkeit, die stets gradlinig und mit Herz für seine Familie und Freunde dagewesen ist. Seine Weisheit, sein kreativer Geist, seine Zivilcourage und seine Grossherzigkeit begleiteten sein aussergewöhnliches Leben.

Du fehlst uns!

Die exakte Bekanntgabe der nachfolgenden Erklärung war sein persönlicher Wunsch.
Wir bitten, unsere Privatsphäre zu respektieren. Das Begräbnis findet im engsten Familienkreis statt.

Familie Sachs»

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