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Die Berner Kandidatin vermisst ihre Familie

«DSDS»: Agustinas Mami schaut aus Argentinien zu

Die junge Bernerin zeigt der «DSDS»-Jury heute Samstagabend, was sie auf dem Kasten hat. Leider kann ihre Familie sie nicht vor Ort unterstützen. SI online erklärt Agustina Solange Fernandez, wie sehr sie ihr Mami vermisst.

Agustina Fernandez DSDS Casting 2018
Agustina Solange Fernandez will sich beim «DSDS»-Casting beweisen. MG RTL D / Stefan Gregorowius

Am Samstagabend tritt Agustina Solange Fernandez vor die grosse «DSDS»-Jury. Die Schweizerin hat «Read All About It, Pt. III» von Emeli Sandé vorbereitet. «Das Lied bedeutet mir unglaublich viel, weil es darum geht, sich selbst treu zu bleiben.» Sie möchte bei der Jury mit Charakter und Gefühlen punkten.

Aufgewachsen ist die 23-Jährige in Bern. «Ich habe hier in der Schweiz die wichtigsten Lebensabschnitte durchgemacht, die Kultur hier hat mich geprägt», sagt sie. Seit Agustina klein ist, geht sie ihrer grossen Leidenschaft, dem Singen, nach. Schon im Primarschulalter besucht sie den Chor, in der Oberstufe singt sie in einer Band.

Dann im Jahr 2013 kommt ein grosser Einschnitt in ihrem Leben. Die Familie entscheidet sich dafür, zurück ins Heimatland Argentinien zu ziehen. Dort bekommt die «DSDS»-Teilnehmerin ein Stipendium an einer Musical-Schule. Doch es wollte einfach nicht klappen. «Ich konnte mich nicht einleben», sagt Agustina rückblickend. Ihre Mutter Iris wollte sie aber davon überzeugen, dem Land eine Chance zu geben. 

Verliebt, verlobt und ab zurück in die Schweiz

Und so kommt es dazu, dass sich Agustina verliebt. «Ich trug die rosaroteste Brille überhaupt», beschriebt sie. Sie verlobt sich mit ihrer ersten grossen Liebe und die beiden ziehen zusammen. «Ich habe gemerkt, dass mir etwas fehlte. Seine Liebe», erklärt sie. Es folgt eine dramatische Trennung. «Das hat mich kaputt gemacht.»

Den Anblick ihrer traurigen Tochter konnte Agustinas Mutter nicht mehr ertragen. «Sie sagte mir: ‹Was machst du überhaupt noch hier?› Innerhalb eines Monats war ich wieder zurück in der Schweiz», erzählt die Bernerin. Ihre Familie lässt sie in Buenos Aires zurück. 

Agustina Fernandez und Mutter DSDS Casting 2018
Ihre Mama drückt Agustina aus Argentinien die Daumen. Die beiden haben sich eineinhalb Jahre lang nicht mehr gesehen. ZVG

Die Distanz macht es der jungen Frau nicht einfach. «Aber die Liebe zwischen uns ist viel grösser als die Kilometer zwischen uns», erklärt sie. Eineinhalb Jahre waren sie nicht mehr vereint. «Ich möchte sie aber unbedingt dieses Jahr noch besuchen. Am liebsten über die Festtage, denn dann ist die Sehnsucht am grössten!» 

Meine Mama gibt mir Stärke

Der Kontakt bleibt bestehen, die Beziehung innig. «Ich nerve meine Mama sogar, weil ich so oft anrufe», sagt Agustina und lacht. Die selbständige junge Frau bereut ihre Entscheidung nicht. «Ich bin hier in der Schweiz glücklicher, weil ich als Mensch wachsen und meine Freiheit geniessen kann.»

Pünktlich wie die Uhr

In Sachen Pünktlichkeit haben bei Agustina definitiv Schweizer Grundwerte abgefärbt. Beim «DSDS»-Casting erscheint sie noch vor dem Team und der Jury. Geholfen hat das in Sachen Nervosität nicht. 

Vor ihrem grossen Auftritt meldet sich Agustinas Familie per Videobotschaft und schickt unterstützende Worte. Dabei wird die 23-Jährige emotional: «In solchen Momenten hätte ich schon gerne meine Mama bei mir. Sie gibt mir immer Stärke.» Ein Stück ihrer Mutter trägt Agustina jedoch stets bei sich: Ein Glücksbringer in Form einer Silberkette mit Schmetterlings-Anhänger.

Dann ist es so weit: Jury-Mitglied Pietro Lombardi, 26, höchstpersönlich ruft die hübsche Schweizerin auf. Agustina wischt sich die Tränen aus dem Gesicht, tritt vor die Jury und denkt sich: «Du packst das! Es kommt, wie es kommt.»

Sehen Sie heute Abend 20.15 Uhr auf «RTL», wie sich die 23-Jährige beim «Deutschland sucht den Superstar»-Casting schlägt.

Von Lorena Wahrenberger am 9. Februar 2019