«Sie ist ein Happy Baby» Alexandra Maurer präsentiert stolz ihre Tochter Amélie

Nach dramatischen Tagen kann Moderatorin Alexandra Maurer ihr Leben als Mama endlich geniessen – mit Baby Amélie, Verlobtem Greg und einer neuen TV-Show.
Alexandra Maurer, Greg, Amélie
© Ellin Anderegg

Glück zu Dritt im Streifenlook: Alexandra Maurer mit Ehemann Greg Sadlier und der dreimonatigen Amélie.

Es herrscht ein «Chäferfäscht» daheim im Londoner Viertel Maida Vale. Die dreimonatige Amélie gluckst, strampelt und verzaubert ihr Mami. «Gell, Chäferli», sagt Alexandra Maurer. Die international tätige Schweizer Moderatorin (Swiss Music Awards, «Got to Dance») unterbricht ihren Redeschwall übers Muttersein. «Bohne, was machsch du mit dinere Zunge?» Kosenamen auf Schwyzerdütsch fallen grosszügig. «Aber eigentlich ist sie unsere Princess», so die 36-Jährige.

Die Ungeduld von der Mama

Amélie ist für ihre wenigen Wochen ziemlich fortgeschritten, munter und aufmerksam. «Sie ist ein Happy Baby, eine Grinsekatze», so Maurer, deren Mutter aus Jamaika stammt. «Und die Ungeduld hat sie von mir.» Äusserlich ähnelt Amélie eher Papa Greg Sadlier, 38. Besonders die langen Beine und den Teint hat sie vom gebürtigen Iren.

Bald gehen die Ladys ihrem wöchentlichen Ritual nach: «Dada» auf der Arbeit besuchen und ihn zum Lunch entführen. «Sobald ich zu Hause bin, übernehme ich die Baby-Betreuung», sagt der Wirtschaftsexperte für Raumfahrttechnik. «Aber wie ein Mann!», erwidert Maurer und lacht ihren Verlobten an. «Du hältst Amélie, und ich darf dir alles bringen, was du brauchst. Nuggi hier, Schoppen da.» Besonders Söckli müssen immer wieder gefunden werden, da Amélie nackte Füsse bevorzugt.

Alexandra Maurer Greg Amélie
© Ellin Anderegg

Happy Trio: Sobald Dada Greg von der Arbeit daheim ist, kümmert er sich um den süssen Nachwuchs.

Dramatische Geburt

Eine Vorahnung, dass ihr Leben als Mutter anders, «schwer und zugleich crazy» sein wird, hatte sie. Die ersten paar Wochen blieb sie mit Amélie am liebsten daheim, ganz ohne Besuch. «Die dramatische Geburt war noch so in mir drin, dass ich nicht mit ihr rausgehen wollte.»

Die Zürcherin galt nicht nur wegen ihres Alters als Risikoschwangere, sondern auch wegen ihrer diversen Myome – gutartige Wucherungen der Gebärmutter, die Schmerzen oder Blutstörungen bereiten können. «Trotz diesen Risiken bin ich durch die Schwangerschaft gesegelt.» Am Ende macht ihr aber der heisseste Sommer in Grossbritanniens Geschichte zu schaffen. Zudem lässt sich Amélie Zeit.

Alexandra Maurer Amélie
© Ellin Anderegg

Das Gästezimmer ist jetzt das Reich von Amélie. Nachts schläft sie aber weiterhin bei ihren Eltern im Zimmer.

«Was wir schaffen, ist der helle Wahnsinn»

Zwölf Tage nach errechnetem Termin wird sonntags um elf Uhr im zehn Minuten entfernten Queen Charlotte’s and Chelsea Hospital die Geburt eingeleitet. 33 Stunden später, am Montag, 30. Juli, um 20.37 Uhr, bekommen Alexandra und Greg ihr 4100 Gramm schweres Kind erstmals zu Gesicht. «Ein megaschöner Moment. Amélie schaute zuerst und hustete mich dann an. Ganz klar Liebe auf den ersten Blick», sagt sie lachend.

«Doch alles war so dramatisch und vieles nicht so, wie ich es mir gewünscht habe.» Sie verliert fast zwei Liter Blut, ein Notfallkaiserschnitt kann nur knapp verhindert werden. Eine Tortur für die werdenden Eltern. «Ich habe einen Riesenrespekt vor uns Frauen. Was wir schaffen, ist der helle Wahnsinn.»

Alexandra Maurer, Greg, Amélie
© Ellin Anderegg

Unterwegs: Alexandra lebt mit ihrer Familie in London.

Maurers Blog für sich und Mütter

Dass nun überall Wäsche liegt und ihre Wohnung «eher ein Saustall» ist, daran hat sich Alexandra Maurer langsam gewöhnt. Die grösste Herausforderung ist für sie eine andere. «Dass es okay ist zu sagen: Ich habe mich heute den ganzen Tag ‹nur› um mein Baby gekümmert.» Nicht selten komme sie erst zum Duschen, wenn Greg nach Hause kommt.

In ihrem Blog «Amazing Amélie» verarbeitet Alexandra Maurer nun für «sich, Mütter & andere» ihre einschneidenden Erlebnisse. So auch die Notfalloperation, die sie beim ersten Familientrip in die Schweiz und zehn Wochen nach Geburt durchleben musste. «Bei einer Untersuchung fanden die Ärzte noch Plazentareste», sagt sie. «Einmal mehr hatte ich Glück und bin einer Infektion entkommen.»

Alexandra Maurer Amélie
© Ellin Anderegg

Working Mom: Während sich Alexandra auf die Sendung «Flash» vorbereitet, schlummert Amélie.

Nach sechs Wochen wieder vor der TV-Kamera

Die dreiköpfige Familie hat den Besuch in Zürich trotzdem genossen. Seit Mitte Oktober ist Alexandra Maurer zudem wieder öfters im heimischen Fernsehen präsent. So moderiert sie den Final von «Switzerland’s next Topmodel» und auf ProSieben Schweiz wöchentlich die neue Lifestyle-Sendung «Flash» (freitags, 18 Uhr). Bereits sechs Wochen nach der Geburt fing Maurer deshalb wieder an zu arbeiten.

Für die ersten TV-Aufzeichnungen musste sie ihr Baby für 24 Stunden daheim in London lassen. «Das war schlimm! Ich habe geweint wie ein Schlosshund. In dem Moment dachte ich; nichts ist es wert, sie alleine zu lassen.» Doch Baby Amélie und Dada Greg kommen dank abgepumpter Milch tipptopp daheim ohne Mami zurecht und schicken eifrig Videos und Fotos zur Beruhigung.

«Schlaf, das ist absolut in Ordnung für mich», sagt sie mit sanfter Stimme und streichelt Amélie über den Kopf. Seit fünf Uhr ist die «Working Mom» wach. Gerade einmal vier Stunden konnte sie am Stück schlafen. «Aber ein Mami-Körper schafft das!» Und noch vieles mehr. Das weiss Alexandra Maurer mittlerweile nur zu genau.

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