Miss Universe 2012 Alina: «Es war alles vorher abgesprochen!»

Wochelang bereitete sich die amtierende Miss Schweiz auf diesen Abend vor: Ein Personaltrainer, Haarverlängerungen und traumhafte Kleider sollten ihr zum Miss-Universe-Titel verhelfen. Oder sie zumindest ins Finale bringen. Geklappt hats nicht. Dennoch ist Alina Buchschacher nicht enttäuscht.

SI online: Alina Buchschacher, Sie schieden nach 20 Minuten an der Miss-Universe-Wahl aus und haben es nicht unter die ersten 16 Finalistinnen geschafft. Wie enttäuscht sind Sie über diesen Ausgang?
Alina Buchschacher: Nicht gross. Mir geht es ganz gut. Klar, habe ich gehofft, dass ich so weit wie möglich komme.

Hat Sie die Wahl der Finalistinnen überrascht?
Bei den einen habe ich nicht damit gerechnet. Miss Indien zum Beispiel ist ein toller Mensch, ich hätte sie trotzdem nicht unter den letzten Kandidatinnen gesehen.

Weshalb?
Weil sie kein Wahnsinns-Schuss ist. Auch hätte ich nicht gedacht, dass die Miss Russland so weit kommt.

Gönnen Sie den Frauen den Sieg nicht?
Doch, ich hatte es ja mit vielen gut und fast jede hätte den Titel verdient. Dass ich ihn nicht geholt habe, ist wirklich nicht so schlimm für mich. Ich habe mich mental auf alle drei Optionen eingestellt: weiterkommen, rausfliegen oder gewinnen. 

Nun sind sie rausgeflogen.
Ich wusste ja von Anfang an, dass nur eine gewinnen kann. Die fünf Frauen, die es bis zum Schluss geschafft haben, waren auch immer diejenigen, die... (zögert) sich auffällig verhalten haben.

Wie meinen Sie das?
Sie standen gerne im Mittelpunkt, waren extremer als wir Europäerinnen. 

Zickiger?
Nein, aber man merkte, dass sie ständig die Kameras gesucht haben. Sie haben oft rumgeschrien und übertrieben, um aufzufallen.

Mögen Sie die neue Miss Universe Olivia Culpo?
Sie ist eine Liebe, aber nicht eine meiner sehr guten Kolleginnen. Ab und an haben wir miteinander gesprochen. Es ist schön, hat sie gewonnen. Meine Favoritin war sie aber nicht.

Was für ein Fazit ziehen Sie nach der Wahl?
Meiner Meinung nach war alles schon vorher abgesprochen. Ich habe das Gefühl, dass einige Länder immer unter den letzten 16 vertreten sind. Ich ging davon aus, dass wir Frauen wirklich bei den Jury-Interviews bewertet werden.

Das war nicht der Fall?
Es war eine politische Wahl: Donald Trump drehte sich bei der Befragung immer zum Wahlkomitee um, wenn ihm eine Frau gefiel. Das hat er auch bei mir und der Miss Deutschland gemacht. Später bemerkten sie vermutlich, dass ihnen eine Miss Universe aus der Schweiz oder Deutschland nicht viel bringen würde. Deshalb vermute ich, dass wir nicht weitergekommen sind.

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