1. Home
  2. People
  3. Annina Frey spricht über «Glanz & Gloria», Pläne und die Liebe

Die Moderatorin über «Glanz & Gloria» und ihre Pläne

Annina Frey: «Ich habe Angst vor einem Heiratsantrag»

Seit dem Frühling ist sie nicht mehr als «Glanz & Gloria»-Moderatorin tätig. In einem Interview wirft Annina Frey einen Blick auf ihre Zeit beim SRF zurück - aber auch einen in die Zukunft. Und verrät, wovor sie Angst hat.

Annina Frey

Spricht Klartext: Annina Frey.

Instagram/anninafrey

Es war ein schwerer Schock für die Fans, als Annina Frey, 37, Ende April nach elf Jahren «Glanz & Gloria» verliess. Die Zukunft? Ungewiss. Mittlerweile ist mehr als ein halbes Jahr vergangen - und die Moderatorin, die auch als DJane und Schauspielerin unterwegs ist, ist nach wie vor überzeugt von ihrer Handlung. «SRF zu verlassen, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte», gibt sie gegenüber Moderatorin Claudia Lässer, 41, in der Teleclub-Zoom-Sendung «Persönlich» zu. 

Frey ist frei

Nach der Kündigung bei SRF gefällt Annina Frey vor allem die Freiheit, die sie dadurch erlangt hat. «Ich bin wirklich frei, das tut mir wahnsinnig gut. Ich kann machen, was ich will.» Auch die anfängliche Zukunftsangst hat sich verflüchtigt. Sie habe nach elf Jahren bei «Glanz & Gloria» vor dem Nichts gestanden. Die Angst, «du verschwindest in der Versenkung und stehst dann an der Bar zum Jobben», so Frey, die sei da gewesen. Heute aber sei das Schönste das Aufstehen. «Man hat extrem Freude an allem, was man macht. Ich mache viele verschiedene Sachen, aber es sind alles Herzensangelegenheiten, die mich interessieren.»

Galerie: Diese Moderatoren kehrten dem Leutschenbach den Rücken

Die Zeit bei SRF hat Frey geprägt. «Es gibt einem wahnsinnig viel, aber es ist auch ein Rahmen, in dem man sich bewegen kann.» Sie sei ein Mensch, der oft nicht zuerst nachdenke und dann spreche. «Ich habe kein Fettnäpfchen ausgelassen», gibt sie selbstkritisch zu - auch wenn sie nichts gemacht habe, ausser sich selber zu sein. Dennoch sei sie «ein paar Mal» in der Chefetage gewesen.

Doch auch in der Öffentlichkeit musste sie viel einstecken. «Ich hatte nie Ruhe», erklärt Frey. «Ab Moment eins ging es los: zu schrill, zu dünn. Ich musste mir eine recht dicke Haut zulegen, es war nicht immer ganz einfach, das gebe ich zu.»

Lange allein

Frey zeigt sich im Interview sehr persönlich. Langjährige Freunde habe sie nicht, weil sie immer viel herumgereist sei. Eine besondere Situation entstand, als Frey ihre heutige beste Freundin vor fünf Jahren kennengelernt hat. «Ich habe ihr anscheinend gesagt: ‹I don't do friendships.›» Erinnern daran könne sie sich nicht - aber sie gibt zu, dass das die alte Annina gewesen sei. Dass sie sich nicht auf andere Menschen eingelassen hat, habe sie aus Selbstschutz getan. «Ich wollte mich nie zu fest auf einen Menschen konzentrieren - wahrscheinlich aus Angst, dass er dann irgendwann nicht mehr in meinem Leben ist, und dann steh ich wieder allein da.» 

Bindungsangst abgelegt

Nach einer elfjährigen Beziehung und anschliessender Trennung ist Frey seit zwei Jahren nun mit Freund Armon Joos, 33, liiert. «Er ist der Mann meines Lebens», schwärmt die Baslerin. Kennengelernt haben sich die beiden beim Jammen in einem Club in Zürich. «Als ich hereinkam, stand er schon dort. Ich habe ihn angeschaut und wollte wissen, wer er ist.»

Annina Frey (Insta) Alter mit Freund Armon Joos DJ

Glücklich: Die Baslerin Annina Frey und der Bündner Armon Joos gehen seit zwei Jahren gemeinsam durchs Leben.

Valeriano Di Domenico

Sie habe allerdings ein halbes Jahr gebraucht, bis sie ihn rumgekriegt habe. Heute jedoch passt es umso besser. Das Thema Kinder wird für Frey immer aktueller. «Ich werde Ende Dezember 38 Jahre alt. Eine Frau, die noch keine Kinder hat mit 38, mit der stimmt was nicht», sagt sie mit einem Schmunzeln. «Es wäre an der Zeit für Kinder, und ich will auch welche. Ich hätte gerne Kinder in zehn Jahren, aber das geht nicht. Aber irgendwann muss man das machen, sonst ist der Zug abgefahren.» Armin ist fünf Jahre jünger als sie selbst. «Er sagt sicher nicht, dass er Kinder gleich auf der To-do-Liste stehen hat, aber er sieht das ganz entspannt.»

Hochzeit und Zusammenziehen

Einen Heiratsantrag habe es bislang nicht gegeben - Frey fürchtet sich vor dem Moment. «Ich habe wahnsinnig Angst vor einem Heiratsantrag.» Das Fest würde sie super finden - «aber es ist schon... Man ist dann verheiratet. Aber es ist schon etwas Schönes.»

Das Leben, wie es momentan ist - in beruflicher wie auch privater Hinsicht -, geniesst Annina Frey in vollen Zügen. «Im Moment bin ich grad recht happy - mit all den Fehlern, die ich habe. Aber so, wie es gerade ist, könnt ich es mir nicht besser vorstellen.»

Von Ramona Hirt am 29. November 2018