«Das indiskrete Interview» mit Annina Frey «Auf meinem Handydisplay ist ein Foto meiner Beine»

«Glanz & Gloria»-Moderatorin Annina Frey ist schmerzfrei. Bei ihren eigenen Wehwehchen genauso wie wenn es um den Benzinpreis geht. Hauptsache, sie muss nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Dafür hat «Ninotschka» ein schlechtes Gewissen, wenn sie den Teller nicht leer isst. 
Annina Frey Foto Facebook nach Trennung Freund Single Flirten
© RDB/SI/Geri Born

Annina Frey, 34, mag Mode, Maschinen und Miami Beach. Seit Juni ist die Zürcherin nach einer langjährigen Beziehung wieder Single.

Schweizer Illustrierte: Annina Frey, was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Annina Frey: Nichts! Ich bin ja fast nie zu Hause, brauche daher weder Strom noch Wasser. So gesehen bin ich ziemlich ökologisch unterwegs – vom Autofahren mal abgesehen.

Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Da bin ich fast schmerzfrei, da gibts für mich sozusagen kein Limit. Alles ist besser, als mit drei Taschen voller Schuhe und Kleidersäcken unter dem Arm mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein.

Was wären Sie für ein Gemüse oder was für eine Frucht?
Ganz klar ein Chili! Sieht nett aus, ist aber verdammt scharf und unberechenbar!

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Um 100 Prozent - schliesslich arbeite ich jetzt schon 200 Prozent.

Wie hätten Sie als Bub geheissen?
Ich glaube, irgendetwas mit A. Nein, jetzt weiss ich es wieder! Emil, der Name meines Urgrossvaters.

Als Sie Kind waren: Was haben Ihre Eltern Ihnen immer gesagt?
Annina, du musst mehr Geduld haben. Leider schaffe ich es bis heute nicht.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Im Hals! Ich bin schrecklich erkältet und kann kaum sprechen. Für mich als kommunikativer Mensch der Horror. Sonst ignoriere ich meine Wehwehchen konsequent.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihren Teller nicht leer essen?
Lustigerweise ja. Ich bin nie zum Aufessen gezwungen worden. Aber noch heute ist mein Teller meist leer geschleckt.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Handydisplay?
Ein Foto meiner Beine. Das erste Bild, das ich mit dem Handy gemacht hatte.

Haben Sie ein Tattoo?
Nein, nichts. Kein Piercing, keine Ohrlöcher, nicht mal eine Zahnplombe. Ich bin Natur pur.

Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Als Schauspielschülerin wollte ich wie Angelina Jolie in «Tomb Raider» durchstarten. Aber in diesem Leben werde ich wohl nicht mehr entdeckt.

Falls Ihr Leben verfilmt wird: Welche Schauspielerin soll die Hauptrolle spielen?
Im Moment wäre es wohl Jennifer Lawrence. Eine beeindruckende, starke und junge Frau.

Haben Sie einen Organspendeausweis?
Nein. Aber das steht ganz oben auf meiner To-do-Liste.

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Ja. Ohne Wenn und Aber.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben? Welche keinesfalls?
Meine Grosszügigkeit auf jeden Fall, meine Ungeduld bitte, bitte nicht.

Welche Bücher haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Die «Emily»-Geschichten von Liz Kessler. Die hatte ich als Kind verschlungen. Seither steht für mich fest, dass meine Tochter mal Emily heissen wird. Und dann unendlich viele Internats-Romane, als ich selber im Ausland auf einer Privatschule war. Die haben mir über schwierige Zeiten hinweggeholfen.

Als Sie 16 Jahre alt waren: Wie sah da Ihr Zimmer aus?
Immer picobello aufgeräumt. Und ich darf es fast nicht sagen: Ich hatte Poster von David Hasselhoff an den Wänden. Und dann ganz viele Pferde-Fotos und ein antikes Schminktischchen von meiner Grossmutter. Und ein Schaukelpferd von einem alten Kinderkarussell, das heute noch in meiner Wohnung steht.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Sei immer du selber. Eigentlich ein völlig abgedroschener Satz, ich weiss. Aber für mich stimmt er zu 100 Prozent.

Was hatten Sie als Kind für einen Spitznamen?
Meine Mutter hatte mich immer «Ninotschka» genannt, weil ich immer so grimmig dreingeschaut habe. Ich war wahrscheinlich das grimmigste Kind der Welt!

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Ja! Er hiess Sascha, und ich war im ersten Gymi. Wir haben geküsst und uns bei ihm zu Hause «Crocodile Dundee» auf DVD angeschaut. Ich fand den Film fürchterlich.

Wer ist Ihre beste Freundin?
Meine allerbeste Freundin kenne ich noch gar nicht so lange, vielleicht fünf Jahre. Und trotzdem würde ich fürs sie durchs Feuer gehen.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Schwierig, schwierig... Aber eine der dümmsten war sicher die, als wir im Tessin im Sommer ein Feuer gemacht haben und fast den Wald abgefackelt hätten. Wir haben beim Löschen Blut geschwitzt und konnten einen Waldbrand gerade noch knapp verhindern. Eine ganz idiotische Idee.

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