Der Berner Sänger Jesse Ritch zum Attentat in Manchester «Es ist so brutal»

Auch unter den Fans von Jesse Ritch, 25, hat es viele Teenager. Deshalb trifft das Attentat in Manchester den Berner Sänger sehr. Zurzeit ist er auf Tournee mit DJ Bobo. Im Interview mit der «Schweizer Illustrierten» spricht er über die Sicherheit bei seinen Konzerten und sagt: «Ich darf mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn es da eine solche Situation gäbe.»
Jesse Ritch geht mit DJ Bobo auf Tour

Sänger Jesse Ritch ist im Moment mit DJ Bobo auf Tournee: «Uns könnte das Gleiche passieren.»

Schweizer Illustrierte: Was ging Ihnen als erstes durch den Kopf, als Sie vom Anschlag beim Konzert von Ariana Grande hörten?
Jesse Ritch: Ich war sprachlos, als ich heute früh als erstes diese Meldungen gelesen habe. Das Attentat war sofort unser Gesprächsthema Nummer eins. Ich bin gerade mit DJ Bobo auf Tour - und wir spielen selbst in sehr grossen Hallen. Mir geht der Anschlag in Manchester sehr nahe, denn ich weiss: Im Prinzip könnte uns das Gleiche passieren.

Wie denken Sie als Künstler über solche Terrorakte?
Da ich selbst auf der Bühne stehe, fühle ich mit Ariana Grande mit. Es ist schlimm, wenn so etwas beim Konzert einer jungen Künstlerin passiert. Es geht ihr sicherlich sehr nahe. Sie will den Menschen mit ihrer Musik und ihrer Show etwas Schönes bringen. Es ist so brutal, dass bei einem eigentlich freudigen Event ein solcher Anschlag passiert. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass Ariana Grande alle weiteren Konzerte abgesagt hat. Sie wird das erst verarbeiten müssen.

In Manchester waren vor allem junge Mädchen das Ziel des Täters. Ist das eine neue Dimension des Terrors?
Ja, absolut. Ich merke daran, dass Gewalt keine Grenzen kennt. Sie erreicht einfach jeden, ob Kinder oder Erwachsene. Für die Angehörigen ist es immer schlimm. Es ist so brutal. An meinen Konzerten ist das Publikum gemischt, ich habe auch viele junge Fans. Ich darf mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn es da eine solche Situation gäbe. Wirklich Horror.

Mit DJ Bobo geben Sie gerade Konzerte in Deutschland, am Sonntag spielen Sie in Zürich. Wird sich für Sie beim Thema Sicherheit etwas ändern?
Das weiss ich noch nicht. Wir machen uns auf jeden Fall darüber Gedanken und diskutieren. Ich denke aber, dass wir in diesem Punkt gut aufgestellt sind.

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