Mister Schweiz 2012 Aus der Traum für David und Mattia

Nur 12 der 14 Mister-Schweiz-Kandidaten schaffen es ins Finale vom 25. August in Zürich. Am Samstag sind die Würfel gefallen: Für David Böhni, 28, aus Stein am Rhein SH und Mattia Ceraudo, 21, aus Pura TI war der Promoauftritt im Rheinpark St.Margrethen Endstation. Mit SI online sprechen sie über die grosse Enttäuschung.

SI online: David und Mattia, wie gross ist die Enttäuschung?
David Böhni: Riesig! Ich bin total enttäuscht. Nach dem Gespräch mit der Organisationsleitung, in dem sie uns mitteilten, wer als Wackelkandidat zählt, habe ich nochmals Vollgas gegeben. Und nun gehofft, ich würde es noch unter die besten zwölf schaffen.
Mattia Ceraudo: Auch ich bin sehr überrascht, dass es mir nicht mehr gelungen ist, weiterzukommen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht und noch völlig aufgewühlt. (Wischt sich Tränen aus den Augen.)

Können Sie sich erklären, woran es gelegen hat?
David: Die Organisatoren haben uns gesagt, wir seien zu passiv gewesen. Das hat wohl so gewirkt, weil wir eher ruhige Typen sind und uns in der Gruppe nicht immer in den Mittelpunkt stellten.
Mattia: Bei mir ist die Sprachbarriere dazu gekommen. Das war für mich besonders schwierig, da mir die Sprache als Ausdrucksmittel sehr wichtig ist.

Hätten Sie überhaupt kandidiert, wenn Sie gewusst hätten, dass schon vor dem Countdown Schluss ist?
David: Ich ganz sicher nicht. Wenn ich an einem Contest mitmache, will ich in die vorderen Kränze kommen. Pedal for the medal! Ich habe auch nicht gross Lust, nun noch im Showteil der Wahlnacht teilzunehmen.
Mattia: Ich hätte auch nicht teilgenommen, denn für mich war klar: Wenn ich mitmache, will ich es ins grosse Finale schaffen. Das ist wie beim Fussball: Wer am EM-Turnier spielt, muss sich den Europameistertitel als Ziel setzen!

Dennoch: Was können Sie positives aus dem Wettbewerb mitnehmen?
Mattia: Ich habe viel gelernt, aber in den jetzigen Emotionen ist es noch schwer abzuschätzen, was mir längerfristig davon bleiben wird.
David: Ich habe viele Leute kennengelernt und mit den anderen Kandidaten neue Kollegen. Mit den meisten habe ich mich gut verstanden, und es war eine tolle Zeit.

Wem drücken Sie nun den Daumen, wer soll Mister Schweiz 2012 werden?
Mattia: Natürlich meinem Tessiner Kollegen Lavdrim Sylejmani, mit ihm war ich schon vor der Wahl befreundet.
David: Ich würde es allen gönnen, aber Fabian Süess kenne ich am besten.

Es steht also fest: Sie werden nicht Mister Schweiz 2012. Wie werden Sie nun das Jahr verbringen?
Mattia: Beruflich läuft bei mir alles planmässig, ich habe in meinem Managementstudium soeben Prüfungen absolviert. Nur die Sommerpause verläuft nun anders, als ich sie mir erwünscht habe.
David: Für mich geht nun das Bewerbungsprozedere nach dem Studium der Agrarwissenschaften weiter. Diesbezüglich ist es wohl eher ein Vorteil, dass ich im Rennen um den Mistertitel nicht mehr dabei bin. Im Bereich Forschung und Beratung könnte so ein Titel eher ein Stolperstein sein. Life goes on!

Alles zur Mister-Schweiz-Wahl 2012 finden Sie im Dossier auf SI online.

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