Das persönliche Interview Bastian Baker: «Ich bewundere Manuela»

Musiker, Weltenbummler, Familienmensch: Sänger Bastian Baker kehrt trotz den vielen Reisen rund um den Globus immer wieder gern in seine Heimat im Waadtland zurück. Im Gespräch verrät er seine Schwachstelle und bekommt dank Maman raus, was für ein hübsches Mädchen er geworden wäre.
Bastian Baker
© TBA

Cooler Typ: Von «Monsieur Jazz» Claude Nobs in einer Zermatter Bar entdeckt, wird Bastian Baker zum Superstar. 

Bastian Baker, in Ihrem neuen Video zum Song «Stay» spielt Manuela Frey mit. Wie kams dazu?!
Das Video entstand im April in L. A. Ich wollte einen High-Fashion-Look in Farbe und Form. Und Manuela ist High Fashion. Obwohl sie zuvor noch nie in einem Video mitgespielt hatte, sagte sie sofort zu, und der Dreh war lässig. An zwei Abenden sammelten wir noch Ideen für eine Fortsetzung. 

Sind Sie beide Fans voneinander?
Ich weiss nicht, was sie denkt, aber ich bewundere sie. Manuela ging schon mit 15 Jahren nach New York und arbeitet in dieser echt harten Branche. Sie ist total fokussiert und in meinen Augen das momentan erfolgreichste Schweizer Model. Sie ist gut und wird immer besser. Und hey: Jetzt spielt sie in meinem Videoclip mit, voll das Sprungbrett (lacht).

Bildergalerie: Bastian Baker und Manuela Frey - ihr langer Weg zur grossen Liebe

Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen. Wie sähe der aus?
Ich finde die Gegend am Genfersee perfekt. Für mich der schönste Ort der Welt, auch nach all meinen Reisen. Aber man könnte etwas Verrücktheit und die Partys von New York oder Tokio einbringen. Und den Strand, die Vibes und das Nachtleben von Rio de Janeiro. Ipanema Ouchy, das wärs.

Wie hätte Ihr Name als Mädchen gelautet? 
(Er frage seine Mutter, die zufällig auch am Tisch sitzt.) Sie sagt: Léa. Das ist kurz, passt gut zu Kaltenbacher. Besser als Annabelle. Er sagt: Das ist doch ein geiler Name. Ich wäre noch eine schöne Léa. Seine Mutter streicht ihm über den Kopf: Gell, Léa.

Als Sie Kind waren, was hat Ihr Vater Ihnen da immer gesagt? 
«Hirni iischalte!» Immer wenn ich was Dummes gemacht hatte. 

Welches Gemüse sollte verboten werden? 
Keins. Nur Sellerie ist grusig. 

Und was für eine Frucht wären Sie? 
Eine Birne. Ich liebe den Saft, der gut für die Stimme ist. Oder ich wäre eine Ananas, weil mir die glamouröse Form gefällt.

Bastian Baker
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Charming: Sänger-Songwriter Bastian Baker engagiert sich als Botschafter für Terre des hommes. 

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt? 
Oh, das ist lange her. Zu Weihnachten bastelte ich mal ein Holz-Rentier. Mit der Säge habe ich damals die Hörner und die Augen ausgesägt. Und früher haben wir Guetsli wie Herzen mit Zimt gebacken.

Wo am Körper tuts Ihnen weh? 
In der rechten Schulter. Nach einem krassen Bodycheck beim Hockey dauerte es sechs Monate, bis die Verletzung verheilte. Trotzdem kam die Kraft nie zu 100 Prozent wieder. Es schmerzt, wenn ich zu viel Sport treibe, und schränkt mich beim Tennis ein.

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Keine. Ich will kein Begräbnis, da ich nicht religiös bin. Man soll einfach meine Asche über dem See verstreuen und mich in Erinnerung behalten.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens? 
Ich hoffe, die hatte ich noch nicht. Wahrscheinlich war das aber meine Entscheidung gegen Hockey und Studium und für die Musik. Mein Leben ist seitdem ein Traum.

Und Ihre dümmste Idee?
Mit zwölf bewunderte ich die Freerider und versuchte beim Skifahren auch so einen Sprung. Aber ich sah nicht, dass sich hinter meiner Absprungstelle nur Felsen befanden. Zum Glück landete ich auf einem winzigen Schneefeld. 

Was würden Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben wollen?
Sie sollen jeden Menschen respektieren, weil alle gleich sind. Ich will ihnen beibringen, immer positiv zu bleiben und dass man härter als alle anderen arbeiten muss, wenn man etwas unbedingt erreichen will. Liebe, Höflichkeit und Dankbarkeit sind wichtig. Vielleicht sollten sie weniger Party machen als ich.

Welche Pille gehört erfunden? 
Eine gegen Dummheit.

Ihr Spitzname als Kind? 
Kalti, später Baker, Bast, Basti.

Bastian Baker
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Bastian Baker hat erst kürzlich sein gleichnamiges Album herausgebracht. 2019 wird er erstmals auch in den USA auf Tournee sein.

Ihr erster Schulschatz? 
Sie hiess Laura. Ich war erst fünf, und wir sahen uns in jeder Pause. Ich lernte den Song «Laura non c’è» von Nek auswendig und sang ihn für sie. Es wurde nichts daraus, aber wir sind noch in Kontakt. 

Wie sah Ihr Zimmer mit 16 aus? 
Wie das von jemandem, der sich wünscht, in Hawaii geboren und Profisurfer zu sein. Ich hatte ein riesiges Hochbett. Surfposter und Bambus hingen an den Wänden.

Der beste Ratschlag Ihres Lebens?
Claude Nobs sagte mir: «Du musst nicht pressieren.» Man muss die Dinge gut durchdenken und darf sich nicht stressen lassen. Diese nachhaltige Strategie funktioniert seit neun Jahren.

Wer ist Ihr bester Freund?
Ich habe ein paar enge Freunde in Lausanne. Zum Beispiel den Fussballer Alexandre Pasche. Ich renne schon immer die Treppe zu seiner Wohnung hoch, so sehr freue ich mich, ihn zu sehen. Ein guter Typ, wir lachen viel zusammen. Die meiste Zeit verbringe ich aber mit Raph, meinem Manager. Er kennt mich wie keiner, in acht Jahren hatten wir noch nie Streit. 

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