«Zu fünft packten sie mich» SBB-Security wirft Beat Schlatter aus dem Bahnhof

Zwei Jahre nach seinem Prügel-Drama in Meilen macht Beat Schlatter erneut Schlagzeilen wegen eines Bahnhof-Vorfalls. Er sei nachts unsanft vom Hauptbahnhof Zürich verwiesen worden, klagt der Schauspieler.
Beat Schlatter Theater ohne Frau nach Überfall Spital Attacke
© Kurt Reichenbach

Vor zwei Jahren wurde Beat Schlatter am Bahnhof Meilen von einem verwirrten Mann verprügelt. Kurz später kehrte er mit der «SI» an den Ort des Geschehns zurück.

Es passierte in der Nacht auf Montag. Beat Schlatter, 56, hatte sich mit Peter Luisi, dem Regisseur seines neuen Films «Flitzer», und Musiker Büne Huber getroffen und kam um 1.04 Uhr morgens mit dem Zug am Hauptbahnhof Zürich an. Er wollte nach Hause, ging durch die Haupthalle, «um den HB durch eine Tür vorne rechts in Richtung Niederdorf zu verlassen», schildert der Schauspieler gegenüber «20 Minuten». Ein Sicherheitsmann habe ihn aber daran gehindet. «Dort dürfen Sie nicht raus, Herr Schlatter», habe er gesagt.

Schlatter wies darauf hin, dass gerade zwei andere Passagiere die Tür benutzt hätten, doch der Security-Mann liess nicht locker. Wegen der laufenden Abbauarbeiten in der Haupthalle bestehe die Gefahr, von herunterfallenden Teilen getroffen zu werden. «Ich wandte dann ein, diese Arbeiten fänden doch in einer anderen Ecke der Halle statt», so Schlatter.

Dann sei die Situation eskaliert. Vier Security-Arbeitskollegen seien hinzugekommen. «Zu fünft packten sie mich, hoben mich hoch - und warfen mich aus dem Bahnhof. Wie einen Abfallsack». Natürlich habe er sich an den Vorfall vor zwei Jahren zurückerinnert, als er beim Bahnhof Meilen von einem verwirrten Mann brutal verprügelt wurde. Zum Glück sei er diesmal unverletzt geblieben. Schatter versichert: «Ich war im Gespräch mit dem Security anständig. Schimpfwörter benutzte ich erst, als man mir gegenüber handgreiflich wurde.» Und betrunken sei er nicht gewesen.

Die SBB hat eine andere Version

Die SBB bestätigt gegenüber der Pendlerzeitung, dass es in er Nacht auf Montag zu einem Vorfall gekommen sei. Der Vorfall habe sich jedoch anders als von Schlatter geschildert zugetragen. «Aus Gründen des Persönlichkeitschutzes dürfen wir aber keine Details bekanntgeben», sagt Sprecher Daniele Pallecchi. Es sei die Aufgabe des Sicherheitspersonals, die Kunden höflich, aber bestimmt zu informieren. Und es gelte: «Wer sich - mehrfach - den Anweisungen der Objektschützer widersetzt, wird zur Wahrung der Sicherheit - seiner eigenen und jener der anderen Bahnhofsnutzer - aus dem Bahnhof begleitet.» Den Ausgang in der HB-Haupthalle, den Schlatter habe wählen wollen, sei ausserdem seit über 25 Jahren nicht mehr zu benutzen.

Auf eine Strafanzeige will Beat Schlatter verzichten. «Das wäre mir zu blöd», sagt er. 

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