«Das indiskrete Interview» mit Beatrice Egli «Ich bin ziemlich durchtrainiert»

Mit Yoga und Golf hält sich Beatrice Egli fit. Trotzdem zog sich das Schlagersternchen im Sommer einen üblen Hexenschuss zu. Schon als Kind war die Metzgerstochter aus Pfäffikon SZ ein Wirbelwind, hatte ein Puff im Zimmer und war in einen Aussenseiter verknallt, wie sie im indiskreten Interview mit der «Schweizer Illustrierten» verrät.
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© Sandra Ludewig

Sieg bei «Deutschland sucht den Superstar», ein Echo und drei Nummer-1-Alben - Beatrice Egli, 27, ist nicht zu stoppen.

Schweizer Illustrierte: Beatrice Egli, welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Beatrice Egli: Schlager natürlich, und zwar auf und ab! Selbst an meiner Beerdigung darfs fröhlich zu- und hergehen. Ich lebe jeden Tag so, dass ich irgendwann einmal glücklich gehen kann.

Falls Ihr Leben verfilmt wird: Welche Schauspielerin soll die Hauptrolle spielen?
Lys Assia. Aber fügen Sie hier bitte ein Smiley an…

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Den hatte ich schon im Kindergarten. Philipp hiess er, und ich war total in ihn verliebt. Niemand wollte ihn, aber ich fand ihn total herzig. Am liebsten spielten wir zusammen im Bäbi-Egge.

Über welche Ihrer Taten wird man noch nach Ihrem Ableben reden?
Ich habe das Glück, meine Songs hinterlassen zu können. Meine Lieder bleiben mein Leben lang und darüber hinaus. Das empfinde ich als Geschenk.

Wie sah da Ihr Zimmer aus, als Sie 16 Jahre alt waren?
Es hatte ein 90 Zentimeter breites Bett, einen Schrank, einen Schreibtisch, einen Stuhl - und ein riesiges Chaos, in dem ich meine Geheimnisse versteckte.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er Sie erschaffen?
Ich bin dankbar, dass er mich gesund geschaffen hat. Da brauche ich keine noblen Ersatzteile.

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Dass ich auf meine Stimme gehört habe, ihr gefolgt und Sängerin geworden bin. Ich glaube, das darf ich definitiv als meine beste Entscheidung bezeichnen (lacht).

Ihre dümmste Idee?
Als Kind habe ich meinen Bruder Marcel auf dem Bürostuhl so lange und wild gedreht, bis er auf der Tischkante aufschlug. Das hätte ich als grosse Schwester definitiv nicht tun sollen. Aber die wirklich dümmste Idee wartet noch darauf, realisiert zu werden.

Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Keinen, das darf man niemals! Ausser, er ist im Alter physisch oder körperlich nicht mehr umsetzbar. Bis dahin halte ich aber an allen meinen Träumen fest.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Zum Glück gerade nirgends, ich bin ja auch ziemlich durchtrainiert und mache Yoga. Aber zugegeben, im Sommer hatte ich mir beim Pitchen im Golftraining einen heftigen Hexenschuss geholt. Ei, das tat weh.

Welche Pille sollte erfunden werden?
Die gegen Hunger und Durst, damit man sie überall auf der Welt verteilen kann.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihren Teller nicht leer essen?
Das, was du dir auf den Teller lädst, isst du auch auf. Das habe ich zu Hause gelernt. Ich schöpfe lieber wenig, dafür dreimal. Kann ich die Menge nicht selbst bestimmen, ist zum Glück meist noch jemand da, ders aufisst. Das ist das Gute an einer Grossfamilie.

Was müssten Sie aus ökologischer Sicht in Ihrem Alltag dringend verändern?
Fliegen und Autofahren. Das bleibt bei meinem Job aber ein frommer Wunsch.

Bei wie viel Franken pro Liter Benzin wäre für Sie die Schmerzgrenze erreicht?
Ich bin beruflich aufs Auto angewiesen, da gibts keine Schmerzgrenze. Bleibt die Frage, was passieren würde, wenn die Spesen eines Tages höher wären als meine Gagen.

Welches Gemüse sollte verboten werden?
Keines, ich bin ein Gemüsemensch! Selbst «Röslichöl» und Zucchetti, die ich als Kind hasste, liebe ich heute.

Was wären Sie für ein Gemüse?
Spinat. Dann könnte ich den Menschen Kraft verleihen. Wie bei Popeye.

Wie hätten Sie als Bub geheissen?
Vielleicht wäre Peterli praktisch gewesen. Dann hätte ich auf jedem Einkaufszettel gestanden, und meine Mutter hätte nicht mehr gewusst, ob sie nun Küchenkräuter kaufen oder mir etwas Schönes mitbringen muss.

Welchen Spitznamen hatten Sie als Kind?
Trixli. Mein Papi nannte mich Trisi. Und das tut er bis heute.

Wer ist Ihr bester Freund?
Es wäre unfair, mich auf eine Person zu beschränken. Ich habe sieben gute Freunde. Und die habe ich schon ewig.

Haben Sie ein Tattoo?
Nein.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Handydisplay?
Mein Neffe Raphael strahlt mich an. Er ist neun Monate alt und wahnsinnig herzig. Die ganze Familie hat er auf den Kopf gestellt.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben?
Die Fähigkeit, meine Freiheiten auszuleben. Und zu wissen, dass sie dort aufhört, wo sie andere einschränkt.

Welche keinesfalls?
Meine Ungeduld. Ich bin wirklich schrecklich ungeduldig.

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