Die Biathletin trainiert noch im neunten Monat Selina Gasparin schiesst auch schwanger scharf

In gut einem Monat wird Biathletin Selina Gasparin zum zweiten Mal Mami. Das hält die Bündnerin nicht davon ab, auch während der Schwangerschaft fleissig weiterzutrainieren.
Selina Gasparin vor Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im November 2017
© Keystone

Lässt sich von der Schwangerschaft nicht vom Training ablenken: Selina Gasparin. 

Olympia-Silbermedaillengewinnerin Selina Gasparin, 34, und ihr Ehemann Ilja Tschernoussow, 32, erwarten ihr zweites Kind: Noch diesen Herbst wird Tochter Leila, 3, grosse Schwester. Doch wo sich andere werdende Mütter eine verdiente Pause gönnen und sich schonen, lässt sich die Bündnerin nicht vom Weg abbringen. Sie trainiert fleissig weiter - und schiesst auch schwanger scharf.

Comeback bereits geplant

Obwohl das Kind noch nicht mal da ist, hat die Biathletin bereits einen klaren Plan, wann sie wieder in der Loipe und am Schiessstand stehen will: Ende Januar. «Nach der Geburt lasse ich mir zunächst einen Monat Zeit für Erholung und Basisbewegungen. Danach habe ich bis Ende Januar drei Monate Zeit für einen kurzen, intensiven Aufbau auf die Wettkampfsaison hin», erzählt sie im Interview mit «SwissSki».

Selina Gasparin
© Instagram/gasparinselina

Sie schiesst für zwei: Biathletin Selina Gasparin im Sommer-Schiesstraining.

Dabei stehe nicht die Ausdauer im Zentrum: Die brauche viel Zeit, doch an der habe sie in den vergangenen Jahren gut gearbeitet, sagt Gasparin. In den drei Monaten nach der Geburt wolle sie die Kraft und Schnelligkeit aufbauen. Anschliessend will die Bündnerin voraussichtlich am 20. Januar 2019 in Antholz wieder in den Weltcup einsteigen. 

Aktiv in der Schwangerschaft

Für Gasparin ist ihre Schwangerschaft kein Grund, auf der faulen Haut zu liegen - auch wenn sie zugeben muss, dass ihre Babykugel ihr gehörig in den Weg kommt: «Jetzt, im letzten Schwangerschaftsmonat, ist es nicht mehr so toll, sich zu bewegen.» 

Instagram/gasparinselina

«Der Begriff ‹Eine ruhige Kugel schieben› erhält für mich eine ganz neue Bedeutung!», schrieb Gasparin zu diesem Foto. Im 7. Monat war sie in der Lenzerheide sportlich unterwegs.

Ende des vierten Monats hat sie jedoch noch ihr erstes 50-Kilometer-Rennen im klassischen Stil bestritten, bei dem es am Ende für Platz 3 reichte. Als Sportler pushe man sich, sagt Gasparin: «Was möglich ist, macht man - natürlich ohne ein Risiko in Bezug auf die Schwangerschaft einzugehen.» 

Karriereende noch in weiter Ferne

Die bald zweifache Mama Gasparin, die nebenbei als Grenzwächterin arbeitet, will trotz baldigen Babygeschreis noch nicht an ein Karriereende denken. Die Weltmeisterschaft in Antholz 2020 ist ihr grosses Ziel. «Solange ich es gerne mache, mache ich es», sagt sie. Doch eine Grenze hat sie sich gesetzt: «Über die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking hinaus werde ich meine Karriere nicht fortsetzen.» 

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