Patrick Nuo Bruder: «Seine Porno-Beichte war mutig»

Im RTL-Dschungelcamp ist der Schweizer Kandidat Patrick Nuo der nette Junge von nebenan, der für alle ein offenes Ohr hat. «Typisch Patrick», sagt sein Bruder Simon, der mit ihm nach Australien reiste. Im Interview mit SI online erklärt Simon, warum sein Bruder perfekt in den Dschungel passt. Und was er davon hält, dass dieser öffentlich über seine Porno-Sucht spricht.

SI online: Simon Nuo, Sie sind mit Patrick nach Australien geflogen und warten im Hotel, bis er aus dem Camp kommt. Was machen Sie dort den ganzen Tag? 
Simon Nuo: Am Vormittag schauen wir die Sendung. Da sie live ist und wir hier im Hotel kein RTL empfangen, sehen wir sie erst gut zwei Stunden nachdem sie am TV zu sehen war. Danach geben wir Angehörigen der «Camper» Interviews zur aktuellen Folge für die Sendungen «Punkt 6», «Punkt 9», «Punkt 12», «explosiv» und «exclusiv». Damit sind wir in der Regel nachmittags fertig. Manchmal kommen noch weitere Interviews für Radiostationen oder Printmedien dazu. Dann gehts an den Strand oder an den Pool.

Warum hat sich Patrick für Sie als Begleiter entschieden?
Er sollte eine Person seines Vertrauens mitnehmen, und ich behaupte mal, niemand kennt Patrick so gut wie ich. Wir haben ein sehr enges Verhältnis, auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung sind. Aber das soll ja auch so sein.

Wie oft sehen sie beide sich im Alltag?
Momentan nicht so oft, da Patrick in der Nähe seiner Kinder in den USA lebt, und ich mit meiner Frau und unseren zwei Kindern in Sarnen. Wenn möglich telefonieren wir aber mehrmals pro Woche.

Wie haben Sie reagiert, als Sie von den Dschungelcamp-Plänen Ihres Bruders erfuhren?
Ich fands von Anfang an toll. Patrick war schon immer ein Action-Typ und passt vom Charakter her sehr gut da rein. Meine Eltern hingegen kannten die Sendung vorher nicht wirklich.

Ist der Patrick, den Sie am TV sehen, auch der Patrick, den Sie kennen? Oder kommt er ganz anders rüber?
Auf mich wirkt Patrick zu hundert Prozent echt. Er ist offen und für alle da. Mein Bruder ist sehr ehrgeizig, motiviert und man kann mit ihm über alles reden. Er ist auch nicht der, der sich zu weit aus dem Fenster lehnt und über andere lästert.

Was sagen Sie zu seiner öffentlichen Pornosucht-Beichte?
Ich bin erstaunt, dass er seine ehemalige Sucht so öffentlich ansprach. Ich finde das aber sehr mutig und bin stolz auf ihn. Das ist ein unangenehmes Thema, das sicherlich sehr viele Menschen betrifft. Ich hoffe, dass sein Outing anderen Süchtigen hilft, über ihr Problem zu sprechen.

Wie geht es nach dem Dschungelcamp für Sie beide weiter?
Ich hoffe, dass Patrick sich mit seiner Musik positionieren kann. Er schreibt tolle Lieder, in denen er seine Erlebnisse verarbeitet und mit seinen Fans teilt. Ich komme nach dem Camp zurück in die Schweiz, zu meiner Familie und meinem Job bei Radio Pilatus.

Weitere Artikel zu «Ich bin ein Star - holt mich hier raus!» finden Sie im Dossier von SI online.

Auch interessant