Verhandlungen zum EU-Rahmenabkommen Cassis stellt sich hinter Schneider-Ammann

Während in der Schweiz die Verhandlungen zum EU-Rahmenabkommen eskalieren, feiert Aussenminister Ignazio Cassis in Neu-Delhi die 70-jährige Freundschaft zwischen Indien und der Schweiz. Gegenüber der «Schweizer Illustrierten», welche ihn auf der Reise begleitet, nimmt er Stellung zum Knatsch mit den Gewerkschaften. 
 Ignazio Cassis
© Keystone

Ignazio Cassis ist zurzeit auf Besuch in Indien. 

Herr Bundesrat Cassis, nachdem sich die Gewerkschaften aus den Verhandlungen für das Rahmenabkommen verabschiedet haben, fordern Aussenpolitiker, dass Bundespräsident Alain Berset das Ruder übernimmt. Was halten Sie als Aussenminister davon? 
Bei jeder Schwierigkeit tauchen Ideen und Vorschläge auf. Das ist normal in einer Demokratie. Lassen wir Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann handeln und unterstützen wir ihn, wo wir können.

Wie ist die Stimmung im Bundesrat nach dem Eklat?
Der Bundesrat tagt erst wieder am 15. August. Bis anhin war die Stimmung im Gremium ruhig. Der Bundesrat ist willig, jeden machbaren Weg zu prüfen, um die Beziehungen zur EU zu konsolidieren. Im September wird er Bilanz ziehen und entscheiden, wie es weiter geht.

Können Sie Ihrem Parteikollegen Schneider-Ammann nicht unter die Arme greifen, um den Konflikt mit den Gewerkschaften zu lösen?
Leute für Verhandlungen an einen Tisch zu bringen, ist das tägliche Brot eines Bundesrats. Mein Kollege ist erfahren. Warten wir die Resultate seiner Arbeit ab.

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