Mister Schweiz 2012 Chaos um die Einschaltquoten

Die offiziellen Zahlen der Mister-Schweiz-Wahl bleiben entgegen der veröffentlichten Medienberichte weiterhin unter Verschluss. Weder Dominik Kaiser von 3+ noch Mister-Schweiz-Organisator Ralf Huber wollen den Auswertungen von PubliSuisse.ch Glauben schenken.
Derzeit herrscht Verwirrung um die Einschaltquoten bei der diesjährigen Mister-Schweiz-Wahl. Sandro Cavegn kann das eigentlich egal sein, er ist für ein Jahr Titelträger.
© Keystone Derzeit herrscht Verwirrung um die Einschaltquoten bei der diesjährigen Mister-Schweiz-Wahl. Sandro Cavegn kann das eigentlich egal sein, er ist für ein Jahr Titelträger.

Über 440'000 Menschen hätten bei der Mister-Schweiz-Wahl reingezappt, bestätigt Dominik Kaiser, der Geschäftsführer des Fernsehsenders 3+, gegenüber SI online. Dass allerdings durchschnittlich 46'000 Zuschauer die Wahl von Sandro Cavegn mitverfolgt hätten, was einem Marktanteil von 3.1 Prozent entspricht, das wollen weder Kaiser noch der Mister-Schweiz-Organisator Ralf Huber bestätigen oder dementieren. «Würde diese Zahlen von PubliSuisse.ch stimmen, wäre das hundslausig», sagt Huber. Wenn er die Votingzahlen mit der Einschaltquote vergleiche, könne etwas nicht stimmen. Huber und Kaiser wollen nun erst einmal die endgültigen Einschaltquoten abwarten, die kommende Woche veröffentlicht werden sollen.

Läge der Marktanteil tatsächlich bei 3.1 Prozent in der Zielgruppe ab drei Jahren, hätten am vergangenen Samstag mehr Schweizer die Castingshow «X Factor» (4.7 Prozent) auf RTL geschaut. Auch die SF-Sendung «Basel Tattoo 2012» hat mit 29.6 Prozent einen deutlich höheren Marktanteil. 

Doch die von Kaiser bestätigten 440'000 Zuschauer seien ein Zeichen für den Erfolg der Show. «Viele schalten erst beim Finale ein. Das ist normal», erklärt Ralf Huber. Für ihn sprechen noch mehr Indizien für eine erfolgreiche Wahl. Seit Amtsbeginn, also seit knapp einer Woche, habe Sandro Cavegn zwei Shootings, 15 Medientermine wahrgenommen sowie zwei Homestorys gehabt. Das schaffte Ex-Mister-Schweiz Luca Ruch in zwei Wochen. «Wenn ich mit Sandro unterwegs bin, sprechen ihn viele Fans an. Die ganze Schweiz kennt den neuen Mister», zeigt sich Huber zufrieden. 

Anders tönt es von 3+-Chef Dominik Kaiser: Gegenüber Blick.ch meint er, dass die Erwartungen höher gewesen seien. Die laufenden Verhandlungen mit der Miss-Schweiz-Organisation seien aber nicht gefährdet, erklärt er weiter. Die Gespräche über eine allfällige Übertragung würden wieder aufgenommen, sobald «die Miss-Schweiz-Organisation Datum und Umfang der Veranstaltung definiert hat».

Alles zum neuen Mister Schweiz Sandro Cavegn und der Wahlnacht finden Sie im Dossier von SI online.

Wie die Kandidaten Sandro Cavegn am Samstagabend feierten und wie Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook und Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal auf den neuen Schweizer Schönheitskönig reagierten, sehen Sie im Video:

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Wir begleiteten das erste Fotoshooting von Sandro Cavegn mit der Kamera:

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