Jennifer Mulinde-Schmid Comeback: Die Schauspielerin dreht in Zürich

«Die Standesbeamtin» war ihr Durchbruch - und dennoch wurde es nach dem Kinohit wieder ruhig um Jennifer Mulinde-Schmid. Jetzt konnte sich die Wahl-Berlinerin erfüllen, wovon sie lange träumte: Sie hat sich die Hauptrolle in einer afrikanischen Produktion ergattert und steht dieser Tage in der Schweiz vor der Kamera. SI online erzählt sie von den anstrengenden Dreharbeiten.

Als quirlige Sekretärin Judith Marti begeisterte sie im Schweizer Streifen «Die Standesbeamtin» das Kinopublikum. Für die Rolle heimste sie sich gar eine Nomination für den hiesigen Filmpreis in der Kategorie Nachwuchstalent ein. Das war 2010 - in der Zwischenzeit machte Jennifer Mulinde-Schmid, 29, vor allem als Stand-up-Comedian in Deutschland von sich reden.

Jetzt ist die Klotenerin, die seit Jahren in Berlin lebt, für ein Schauspiel-Engagement zurück in der Schweiz. Seit einer Woche dreht sie in der Region Zürich einen Nollywood-Streifen. Nollywood? «Eine nigerianische Produktion», erklärt Jennifer Mulinde-Schmid. «Die Filme sind in Afrika, England und Spanien und seit Neustem auch in den USA sehr populär.» In «Amara» konnte sie sich die Hauptrolle sichern, eine besondere Ehre für die Schauspielerin mit kenianischen und ugandischen Wurzeln. «Ich wollte schon immer in einer afrikanischen Produktion mitspielen.»

«Amara» handelt von einer studierten Nigerianerin, die wegen ihres Mannes (gespielt vom afrikanischen Schauspiel-Star Anthony Monjaro) in die Schweiz kommt und hier beruflich noch einmal ganz von vorne - als Putzfrau - beginnen muss. Eine Ehekrise, die in häuslicher Gewalt mündet, zwingt sie schliesslich zur Entscheidung, in ihre Heimat zurückzukehren. Ziel ist, den Film nicht nur in Nigeria, sondern auch in der Schweiz gross rauszubringen.

Der Zeitplan für die Dreharbeiten in Zürich ist knapp. Innert 14 Tagen müssen alle Szenen im Kasten sein - danach läuft das Visum der Crew ab. «Das ist Wahnsinn», erzählt Jennifer Mulinde-Schmid. «Wir drehen bis zu zehn Szenen am Tag, bei Schweizer Filmen ist die Hälfte üblich.» Und weil sie in praktisch jeder Aufnahme mitspiele, stehe sie derzeit bis zu 15 Stunden vor der Kamera. Regen hin oder her: «Am Sonntag habe ich mich total erkältet. Aber ich will mich nicht beklagen - schliesslich gehts um die Rolle meines Lebens!»

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