1. Home
  2. People
  3. Swiss Stars
  4. Credit Suisse Sports Awards: Nino Schurter spricht über den Sieg

Grosse Emotionen an den Credit Suisse Sports Awards

Nino Schurter: «Es war eine harte Nuss zum Knacken!»

Die Credit Suisse Sports Awards 2018 sind Geschichte. Triumphiert haben zwei ganz Grosse ihrer jeweiligen Disziplin: Nino Schurter und Daniela Ryf. Doch nicht nur die beiden waren ob der einzigartigen Stimmung in den SRF-Studios ganz emotional.

Nino Schurter
Keystone

Es ist der Abend, wo Zenhäusern auf Wölfli, Moser, Russi und Ryf trifft. Kurzum: Fast alles, was im Schweizer Sportbereich Rang und Namen hat, war gestern an den Credit Suisse Sports Awards 2018 mit dabei. Die nominierten Athletinnen und Athleten zeigten sich vor der Wahl teilweise locker, teilweise nervös. Für Sprinterin Mujinga Kambundji, 26, zum Beispiel stand im Zentrum die Ehre, überhaupt unter den sechs Nominierten zu sein. «Ich hatte ein total cooles Jahr, das beste Jahr, das ich je hatte. Aber es haben so viele andere Sportlerinnen auch so gute Sachen gemacht, auch an den Winterspielen. Für mich ist es wirklich eine Riesenehre, unter den sechs Besten zu sein.»

Auch Skifahrerin Michelle Gisin, 25, fühlte sich aufgrund ihrer Nomination zur Sportlerin des Jahres sehr geehrt. «Es ist unglaublich, mit so genialen Athletinnen auf der Bühne zu stehen. Als wir uns vorher kurz getroffen haben, habe ich gedacht: ‹Das ist irgendwie nicht richtig, dass ich da dabei sein kann, das ist irgendwie ein bisschen verrückt.›» Erklären kann sich die Olympiasiegerin der Alpinen Kombination ihr Unverständnis aber auch. «Ich glaube, das gehört auch ein bisschen dazu, dass dieser Olympiasieg noch nicht wirklich ‹ine› ist.»

Überwältigende Freude bei Ryf und Schurter

Triumphiert haben schlussendlich die Triathletin Daniela Ryf, 31, und der Mountainbiker Nino Schurter, 32. Erstere empfand ihren Sieg als unglaubliche Ehre. «In diesem Jahr hat es so viele tolle Leistungen gegeben bei den Schweizer Frauen. Diesen Preis gewinnen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes», sagte Ryf, die bei ihrer Dankesrede auf der Bühne mit den Tränen kämpfen musste. 

Schurter war vor der Verleihung der Awards angespannt. «Ich bin immer sehr nervös an diesem Abend - mehr als an meinen Velorennen.» Der Bündner Mountainbiker war zuvor bereits neun Mal nominiert gewesen - und hat den Award häufig denkbar knapp verpasst. «Die letzten beiden Jahre, in denen ich knapp Zweiter geworden bin, habe ich sehr viele Nerven gebraucht. Gewöhnt bin ich noch nicht an diese Situation.» 

«Zehn Anläufe hat es gebraucht, nun war es umso schöner!»

Schliesslich durfte Nino Schurter die Trophäe in Empfang nehmen - und sprach von einer «Hammer-Ehre». «Es war eine harte Nuss zum Knacken, zehn Anläufe hat es gebraucht, nun war es umso schöner!» Dass er fünf Konkurrenten hinter sich lassen konnte, kann Schurter kaum realisieren. «Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich einen Roger Federer und einen Dario Cologna geschlagen habe in dieser Wahl», meinte er euphorisch. 

Von Ramona Hirt am 10. Dezember 2018