Daniel Albrecht Verabschiedet er sich vom Skisport?

Er zweifelt und weiss nicht, ob er Skifahrer bleiben will. Losgelöst vom Verband, muss Daniel Albrecht zum ersten Mal für sein Skiticket selbst anstehen.

Er sticht auf dem Allalingletscher heraus. Daniel Albrecht ist zwischen all seinen Skifahrer-Kollegen der Einzige ohne Sponsoren- und Verbandslogos auf dem Skianzug. Zum ersten Mal muss der 30-Jährige für sein Ticket sogar selbst anstehen und dafür zahlen. Albrecht hadert. Er weiss nicht, ob die Welt der Stangen und Lycra-Dresse je wieder seine wird. Vier Jahre betrug die Schonfrist nach seinem schlimmen Unfall im Januar 2009. Damals stürzt der Walliser beim Zielsprung in Kitzbühel auf den Hinterkopf. Und seitdem er diesen Frühling aus den Swiss-Ski-Kadern geflogen ist, ist er auf sich alleine gestellt.

«Will ich weiterfahren oder nicht? Habe ich die Energie dafür?» Daniel Albrecht, der im vergangenen Jahr seine Freundin Kerstin geheiratet hat, stellt sich immer wieder dieselben Fragen. Oder soll sich der Weltmeister von 2007 doch lieber voll und ganz auf sein zweites Standbein, das Sportbekleidungs-Label Albright, konzentrieren? Ideen hätte er schliesslich genug und der Ausbau der Marke würde ihn reizen. Doch ist er etwas spät dran mit der Fragestellung um seine Zukunft. Seine ehemaligen Teamkollegen und Konkurrenten sind seit Wochen wieder auf dem Schnee am Trainieren, während Albrecht im Sommer alle Optionen ein wenig verfolgt hat, aber keine mit totaler Überzeugung. «Ich weiss, dass es so wirkt, als würde ich einfach nicht aufhören können», sagt er zur «Schweizer Illustrierten». Als Aussenstehender würde er wahrscheinlich auch so denken, fügt er an. 

Doch jemals wieder auf der Höhe eines Weltmeisters sein? Daniel Albrecht weiss, dass die Chancen sehr klein sind. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt: Dass er nach seinem Unfall in wesentlich schlechterem Zustand drei Mal in die Top 30 gefahren ist, lässt ihm keine Ruhe. Bevor er sich aber für oder gegen seine Zukunft im Skisport entscheiden möchte, wird er noch eine oder zwei Wochen auf dem Gletscher trainieren. Und erst dann, wenn er nach langer Schneeabstinenz wieder ein Gefühl für die Ski entwickelt hat, will er sich entscheiden. Denn erst im Training werden ihm Körper, Kopf und Herz sagen, ob das innere Feuer für den Schnee noch gross genug brennt.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 35 - seit Montag, 26. August 2013, am Kiosk oder auf Ihrem iPad erhältlich.

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