Transfrau Daryana ist bei «Der Bachelor» raus «Ich wollte mehr Toleranz schaffen»

Daryana wurde als Junge geboren und hatte im Teenager-Alter eine Geschlechtsanpassung. Deshalb kann die 26-Jährige keine Kinder kriegen. Für Bachelor Joel Herger, 34, der dringend eine eigene Familie will, war das ein No-Go. Trotzdem findet die sexy Zürcherin: «‹Der Bachelor› war eine wunderschöne Erfahrung, die mir geholfen hat, als Person zu wachsen.»
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Gestern wurde Kosmetikerin Daryana von Bachelor Joel nach Hause geschickt. 

SI online: Schon nach der zweiten Folge «Der Bachelor» war Schluss für dich, Joel wollte dir keine Rose geben. War die Teilnahme für dich trotzdem ein Erfolg?
Daryana: Es war eine mega intensive und schöne Erfahrung, die mir wirklich geholfen hat, als Person zu wachsen.

Hast du dir bessere Chancen bei Joel erhofft?
Es war mir bewusst, dass es nicht einfach sein wird wegen meiner Geschichte. Gleichzeitig hab ich mir aber auch gedacht: Eigentlich gibt es keinen Grund, nicht bei «Der Bachelor» mitzumachen. Es kommt immer komplett auf den Mann an. Je nach Bachelor wäre es vielleicht überhaupt kein Problem gewesen, dass ich als Junge zur Welt kam. Aber da Joel eigene Kinder will, ist mir natürlich klar, dass ich nicht die Richtige für ihn bin.

War es bei der Suche nach der grossen Liebe für dich schon öfters ein Problem, dass du keine Kinder kriegen kannst?
Nicht wirklich. Mit anderen Männern kam das Thema bis anhin nicht gross auf. Es ist aber verständlich, dass es für gewisse ein No-Go ist. Deshalb sage ich immer von Beginn an, was Sache ist. In der Regel noch vor dem ersten Treffen. Bei Joel konnte ich das natürlich nicht, weshalb ich ihn mir so schnell wie möglich zur Seite nahm und ihm meine Geschichte erzählte.

Wolltest du mit deiner Teilnahme beim Bachelor vielleicht auch das Thema Transsexualität mehr an die Öffentlichkeit bringen?
Definitiv.  Ich wollte mehr Toleranz schaffen und Menschen inspirieren. Mit meiner Teilnahme konnte ich zeigen, dass Menschen wie ich nicht verurteilt werden dürfen. Ich habe auch sehr viele positive Feedbacks von Leuten mit ähnlichen Geschichten gekriegt. Ich habe es geschafft, ihnen Mut zu machen. Darauf bin ich stolz.

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