Erstes Interview mit Bachelor Joel Herger «Ich hatte Kontakt mit Drogen»

Der neue Bachelor ist Unternehmer und leidenschaftlicher Sportler. Hinter dem gestählten Körper und den blauen Augen verbirgt sich ein Mann mit Tiefgang. Der 34-Jährige erzählt uns von seiner dunklen Vergangenheit, wie seine Traumfrau sein muss und wann er spätestens Papi werden will.
Teser Joel Herger Bachelor.
© Hervé Le Cunff

Der neue Bachelor ist Sportler und Unternehmer und vertreibt Nahrungsergänzungsmittel und Sportbekleidung.

SI online: Joel Herger, die neue Staffel von «Der Bachelor» ist im Kasten. Bist du nun vergeben?
Ja, bin ich. Wir sind noch ganz am Anfang. Der erste Schritt war, dass ich ihr die letzte Rose gegeben habe. Jetzt müssen wir schauen, was wir daraus machen.

Wieso machst du bei der Kuppelshow mit?
Es ist für mich eine wertvolle Lebenserfahrung. Ich probiere gerne Neues, mag Herausforderungen und gehe gerne auch ein Risiko ein.

Was denkt deine Mami über die Teilnahme bei «Der Bachelor»?
Sie ist begeistert. Sie findet es mega cool und hat auch sehr süss reagiert, als ich es ihr damals verraten habe. Sie ist sehr stolz, hat mir aber auch gesagt, dass mich jeder darauf ansprechen wird. Meine Familie und meine Freunde unterstützen mich.

Gab es auch negative Reaktionen aus deinem Umfeld?
Ganz wenige haben es nicht gut aufgenommen. Negativ würde ich diese Reaktionen nicht bezeichnen, skeptisch trifft es eher. Sie warnten mich davor, dass dieser Schuss auch nach hinten losgehen könnte. Aber ich sage mir einfach: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Für Erfolge und gute Erfahrungen muss man manchmal ein Risiko eingehen.

Stichwort Risiko: In den Medien konnte man lesen, dass du eine düstere Vergangenheit hast und in den falschen Kreisen verkehrt bist. Bist du auch mal ein zu hohes Risiko eingegangen?
Ich habe die Tendenz, manchmal zu viel zu riskieren. Anfang 20 war ich ein Draufgänger und habe das Partyleben intensiv gelebt, mit allen positiven und negativen Seiten. Ich kam so auch in Kontakt mit Drogen und erlebte deren Exzesse, die sich auch in gewaltsamen Auseinandersetzungen äusserten.

Hast du dich strafbar gemacht?
Nein, das habe ich nicht.

Aber du hattest unschöne Begegnungen mit der Polizei?
Ich hatte einige Male Kontakt mit der Polizei. 
Das waren aber keine unschönen Begegnungen. Dann und wann gab's die Busse, mehr nicht.

Foti 2 Joel Herger
© Hervé Le Cunff

Joel Herger, 34, sucht ab Montag, 16. Oktober 2017, bei «Der Bachelor» auf 3+ nach der grossen Liebe.

Kommen wir zurück auf angenehmere Themen: Du bist der sechste Bachelor in der Schweiz. Warum bist du besser als deine Vorgänger?
Ich würde nie behaupten, dass ich besser bin als einer der anderen fünf Jungs. Jeder Bachelor war einzigartig. Ich bin charakterlich einfach ein ganz anderer Typ. Inwiefern ich mich von meinen Vorgängern unterscheide, seht ihr dann ab nächster Woche.

21 Ladys buhlen in der Kuppelshow um dich. Wie zufrieden bist du mit der Auswahl?
Es ist natürlich eine enorme Herausforderung für den Sender 3+, mir 21 Kandidatinnen zur Auswahl zu stellen, die mich alle begeistern. Auf den ersten Blick gab es Frauen, die ich optisch nicht anziehend fand. Während der Dreharbeiten bin ich so vorgegangen, wie ich es privat auch machen würde: Ich habe auf den Charakter geschaut.

Was ist dir da besonders wichtig?
Sie muss vor allem willensstark und zielstrebig sein. Sie muss wissen, wohin sie will. Und sie muss ehrlich sein. Das ist das Wichtigste für mich in einer Beziehung.

Was ist dir wichtig am Körper einer Frau?
Ich mag sportliche und ästhetische Frauen. Da ich selber auch sehr viel Sport treibe, ist mir die Figur einer Frau schon sehr wichtig. Sie darf Kurven haben, aber der Po muss trainiert sein.

Foti 3 Joel Herger
© Hervé Le Cunff

Mit blauen Augen und tätowierten Armen wird der neue Bachelor, Joel Herger, seine 21 Ladys nächsten Montag in Empfang nehmen.

Was turnt dich ab?
Arroganz. Zu viel Selbstüberzeugung finde ich unattraktiv. Menschen, die selbst keine Fehler eingestehen können, kann ich nicht ausstehen.

Hast du einen Fetisch?
Nein, nicht wirklich. Ich habe einfach sehr sehr viele Schuhe.

Und im Bett?
Aha, auf Sex bezogen: Nein, ich bin sehr offen für Neues. Ich bin experimentierfreudig, aber ich habe keine speziellen Wünsche.

In den vorherigen Staffeln von «Der Bachelor» gingen deine Vorgänger teilweise ziemlich ran. Mit wie vielen Kandidatinnen wirst du Sex haben?
Haha. Das darf ich natürlich so nicht verraten. Das muss man dann im TV herausfinden. Ich weiss nicht, ob und mit wie vielen meine Vorgänger Sex hatten und ob das überhaupt bekannt ist. Ich bin eher der zurückhaltende Typ und werde das daher nicht publik machen.

Dein Cousin und Rapper Skor sagte über dich, du habest lange feste Partnerinnen gehabt. Wie viele Freundinnen hattest du?
Skor wohnt nicht gerade in meiner Nachbarschaft. Er ist also nicht immer im Bild, was in meinem Liebesleben läuft. Er denkt, er weiss alles über mich. Aber es gab mehr Frauengeschichten in meinem Leben, als ihm bekannt sind. Die vier Freundinnen, mit denen ich eine längere Beziehung hatte, die hat er sicher kennengelernt. Er bezieht sich auf diese Ex-Freundinnen.

Wie lange warst du Single?
Ich war seit Dezember 2016 allein. Meine letzte Beziehung dauerte nicht sehr lange, weil wir schnell realisiert haben, dass unsere Zukunftsvorstellungen auseinandergehen. Ich bin jetzt 34 und will eine feste Partnerin, mit der wirklich alles stimmt.

Foti 1 Joel Herger
© Hervé Le Cunff

Bachelor Joel Herger hat genaue Vorstellungen von seiner Zukunft: «Kinder stehen definitiv auf meinem Fünf-Jahres-Plan.»

Willst du mal eine Familie gründen?
Kinder stehen definitiv auf meinem Fünf-Jahres-Plan. Und für diesen Schritt brauche ich wirklich die richtige Partnerin. So viel kann ich verraten: Bis jetzt sieht es sehr gut aus.

Von wie vielen Kindern wirst du Papi?
Sicher mal von einem. Das reicht für den Anfang. Wir müssen ja dann gemeinsam schauen, ob wir gute Eltern sind. Wir sind beide kinderlos und daher in der Kindererziehung noch unerfahren. Wenn dann später der Wunsch nach einem zweiten da sein sollte, umso schöner.

Weg von der Zukunft ins Jetzt. Du bist wahnsinnig trainiert. Ex-Bachelor Janosch Nietlispach hat es so ausgedrückt: «Er ist eine Maschine». Woher kommt dieser Körper?
Angefangen hat es vor rund dreieinhalb Jahren, als ich mich selbstständig gemacht habe. In der Fitnessbranche lernt man eine Menge Leute kennen, etwa Profi-Sportler aus dem Bodybuilding-Bereich. So habe ich mir viel Know-how angeeignet und mir einen eigenen Ernährungsplan zusammengestellt.

Und du trainierst offensichtlich fleissig.
Durch öfteres und härteres Training konnte ich schnell mehr Muskeln aufbauen. Letztes Jahr wollte ich noch mehr Masse zulegen, aber dann habe ich gemerkt, dass das doch nicht meinem Schönheitsideal entspricht. 110 Kilogramm Muskeln wäre mir definitiv zu viel. Für einen definierten und dennoch ästhetischen Körper habe ich mein Training auch wieder heruntergeschraubt: Ich mache drei Mal die Woche Krafttraining, den Rest nur noch Ausdauer.

Für so einen gestählten Körper muss man sicher Abstriche in der Ernährung machen. Hast du Schoggi & Co. aus deiner Küche verbannt?
Natürlich gönne ich mir ab und zu auch noch etwas Süsses. Dafür gibt es im Fitness den «Cheat-Day». An dem esse ich auch mal etwas Ungesundes wie Pizza. Aber an sechs von sieben Tagen lebe ich eher enthaltsam.

Und was bestellst du, wenn du mit deiner Auserwählten mal ausgehst?
Ich mache keine Abstriche im Restaurant. Da bestelle ich das, worauf ich Lust habe. Im Ausgang bestelle ich auch mal einen Burger und Pommes.

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