Stephan Weiler «Den ersten Sex hatte ich mit 20»

Der Mister Schweiz lässt die Hosen runter - und packt aus! Stephan Weiler über Liebe, Erotik, die Gerüchte, er sei homosexuell. Und über sein neues Leben als Single-Mann.
Stephan Weiler
Stephan Weiler

Der schönste Schweizer ist sauer. Stephan Weiler, 24, hat sich vor gut einer Woche von seiner Freundin Jasmin Braunwalder, 19, getrennt. Und schon herrscht helle Auf­regung im Blätterwald. Vor allem reissen die Negativ-Schlagzeilen nicht ab: «Stephans Terminkalender sei meist leer», giftet der «Blick». Und «20minuten» ­titelt genüsslich: «Stephan Weiler macht Werbung für die Homepage der Gay-­Organisation Pink Cross!» Und «News» fragt unschuldig: «Ist er doch schwul?» Andere glauben mittlerweile, der Mister sei vor allem in sich selbst verliebt.

Stephan versucht im ganzen Wirrwarr Fassung zu bewahren. Er gibt aber zu, die Negativ-Presse nage doch etwas an seinem Selbstvertrauen. «Es nervt mich, wenn Journalisten schlecht ­recherchieren. Unzählige Male habe ich gesagt, dass ich morgens keine zwei Stunden im Bad brauche, dennoch wird es immer wieder geschrieben. Aber mittlerweile stehe ich darüber.

Was die sogenannte Auftragsflaute betrifft: Ich habe nach sieben Monaten bereits gleich viel verdient wie Tim Wielandt in seinem ganzen Amtsjahr.» Wielandts Verdienst wird auf 300 000 Franken geschätzt. So schlecht scheint Weiler als Mister Schweiz also nicht im Geschäft zu sein.

«Schon als Teenager gab es für mich immer nur Girls, Girls, Girls und nochmals Girls!»

Und jetzt noch die Trennung von seiner Jasmin. Erst Anfang Oktober feierten sie ihr Einjähriges mit einem Überraschungstrip nach Rom. Damals sagte Stephan: «Mein Mister-Titel hat uns noch mehr zusammengeschweisst. Wir haben so viel gemeinsam durchgemacht.

Wenn wir das Amtsjahr überstehen, dann kann uns nichts mehr so schnell auseinanderbringen. Jasmin steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Sie ist zwar erst 19, aber eine sehr weise und reife Frau.» Drei Wochen später feiern Stephan und Jasmin noch ausgelassen im Berner In-Lokal «Du Théâtre». Alles eitel Sonnenschein? Nur wenige Tage später platzt die Bombe. Trennung! Stephan windet sich, konkrete Gründe zu nennen, verliert sich in Allgemeinplätzen: «Unsere ganze Konstellation hat nicht mehr gestimmt.

Der Druck war einfach zu gross: das Amtsjahr, meine Maturitätsprüfung, mein Sporttraining, die Beziehung. Ich funktionierte nur noch wie eine Maschine. Wir haben uns darum entschlossen, dass künftig jeder seinen eigenen Weg geht.»

Liebeshoch und Katzenjammer innerhalb nur einer Woche? Es sei ein schleichender Prozess gewesen, gibt Stephan jetzt zu. «Im Verlauf dieser ­einen Woche wurde uns das beiden bewusst.» Natürlich hätten die zwei ihre Beziehung weiterführen können, sagt er. «Aber dann würden wir uns gegenseitig mit Vorwürfen fertigmachen.» So habe man es wenigstens geschafft, ohne Streit auseinanderzugehen.

Jasmin will sich zur Trennung von ihrem «Chäfer» nicht offiziell ­äussern. Am Tag nach ihrer Trennung tauchte sie an der «Hotel Campari»-Plattentaufe von DJ Antoine in Zürich Schlieren auf. Und Partygäste wollen dort von ihr durchaus das eine oder andere giftige Wort über Stephan gehört haben.

Dabei schwärmte dieser Ende September noch in den höchsten Tönen von seiner «Prinzessin». Auf die Frage, ob er zum Beispiel viel angemacht werde, auch von Frauen mit modelhaftem Äusseren, sagte der Mister im Brustton der Überzeugung: «Nein, weder modelhafte noch andere. Ich bin selbst überrascht. Offenbar strahle ich aus, dass ich in einer intakten Beziehung bin.

Abgesehen davon, stehe ich nicht auf Models, sondern auf kleine Frauen. 165 Zentimeter sind die ideale Grösse.» Zudem möge er am liebsten kleine Frauen mit knackigem Füdli: «Zuerst interessiert mich das Lächeln, dann schaue ich auf den Hintern. Bei Jasmin war beides perfekt.» Er habe sich ursprünglich bei ihr keine grossen Chancen ausgerechnet, dann kam aber alles anders. «Sie war meine Traumfrau.»

Bei solchen Geständnissen müsste Stephans Liebeskummer gross sein. Weit gefehlt! An der James-Bond-Premiere schritt er alleine, sehr selbstbewusst und breit lächelnd über den roten Teppich. Stephan: «In Selbstmitleid zu verfallen bringt doch nichts. Das Leben geht weiter.» Allerdings frage er sich schon, was er beim nächstes Mal besser machen könne. «Jetzt schaue ich erst mal nach vorne.»

In Stephans Fall heisst das, die nächsten Monate als Mister Schweiz zu geniessen und sich auf seine Matur-Arbeit im Januar zu konzentrieren. Lust auf eine neue Beziehung habe er momentan nicht. Und trotzdem: Nicht zum ersten Mal kochen nun wieder Gay-Gerüchte hoch: «Dazu äussere ich mich nicht mehr. Diese Unterstellungen finde ich nur noch lächerlich. Ich bin ein Mister Schweiz für alle und kann auch für eine Schwulen-Site werben.

Im Gegensatz zu gewissen Medien habe ich damit kein Problem. Ein Auftrag ist ein Auftrag.» Dass ihm trotzdem immer wieder unterstellt wird, er sei schwul, erklärt sich Stephan am ehesten mit seinen feinen Gesichtszügen. Eines steht für ihn jedoch fest: «Ich könnte mir nie vorstellen, mit einem Mann ins Bett zu gehen. Auch als Teenager gabs für mich immer nur Girls, Girls, Girls und nochmals Girls!»

In sexuellen Erfahrungen war Stephan ein Spätzünder. Als Jugendlicher hatte er vor allem nur Sport im Kopf. «Als ich das erste Mal Sex hatte, war ich 20.» Er habe sich auch nie unter Druck gesetzt gefühlt, denn all seine Freunde hätten ähnlich getickt. «Mein erstes Mal war dafür auch nicht so schlimm wie bei vielen anderen. Ich fühlte mich bereit dazu. Und konnte auch.»

Und Stephan betont: «Was Sex angeht, habe ich ein natürliches und unverkrampftes Verhältnis.» Das führt er auf seine offene Erziehung zurück. Und was hält er von One-Night-Stands? «Niemals! Ich muss meine Partnerin kennen, wissen, was sie beim Sex befriedigt, und sie muss wissen, was ich will.» Eines stellt er noch klar: «Meine nächste Beziehung wird definitiv wieder mit einer Frau sein.»

Auch interessant