Stefan Gubser Der Alpen-Schimanski

Stefan Gubser ist der neue Bulle in der deutschen Kult-Reihe «Tatort». Eine ehrliche Haut, die manchmal etwas hellblau­äugig durchs Leben geht. Er fiel aber auch schon als Ganove auf.
Auf Dreh mit Stefan Gubser. In der Schweizer Illustrierten Nr. 24 vom 14. Juni 2010 lesen Sie eine Reportage über den Alltag des «Tatort»-Kommissars am Set.
© Thomas Buchwalder Auf Dreh mit Stefan Gubser. In der Schweizer Illustrierten Nr. 24 vom 14. Juni 2010 lesen Sie eine Reportage über den Alltag des «Tatort»-Kommissars am Set.

Der Tag, an dem der Kommissar zum Einbrecher wird und eine blutige Lippe kassiert, beginnt mit einem Ritual: Stefan Gubser, 52, frühstückt im «Palace» in Luzern. Das Hotel ist während der Dreharbeiten zum Schweizer «Tatort» (mit «CSI: Miami»-Star Sofia Milos) das Zu­hause des Schauspielers. Nur: Es ist nicht sein Daheim.

Um sich dennoch ein bisschen vertraut zu fühlen, macht Gubser es sich morgens beim Frühstück gemütlich. Er sitzt immer am selben Tisch. Immer auf demselben Stuhl. Isst immer das Gleiche. Trinkt dazu immer seinen Yogi-Tee. Wie zu Hause.

«Ich bin so viel unterwegs, ich brauche das.» Während der Arbeit wohnt er auch immer im selben Hotel. Im selben Zimmer. Egal, ob in Berlin, in Hamburg oder eben in Luzern. Im «Palace» ist es Zimmer 425: mit Balkon, Aussicht über den Vierwaldstättersee, schräg rüber aufs KKL. Auf dem Schreibtisch liegt Stefans Sackmesser griffbereit, daneben Laptop samt einem Knäuel Ladekabel. Der schwarz-silberne Wasserkocher gehört Gubser, genauso wie die rote, dickbauchige Teetasse auf dem Nachttisch und das gelbe Zitronensaft-Fläschchen.

Seit 6 Uhr ist er auf den Beinen. Wie immer. Gubser hasst Stress am Morgen. Er will ausgiebig duschen, in Ruhe Zeitung lesen. Das Drehbuch hat er längst im Kopf. Der Schauspieler bereitet sich akribisch vor. «Das gibt mir mehr Sicherheit, als wenn ich meinen Text von einem Tag auf den anderen lernen würde.» Vorbereitung ist für ihn als Schauspieler «die halbe Miete». Die andere Hälfte ist Konzentration. Deshalb liegt er spätestens um 22 Uhr im Bett.

Stefan Gubser gehört zu den bekanntesten Schweizer Schauspielern. Man kennt ihn aus Serienhits wie «Der Bergdoktor», «Soko 5113», «Sternenfänger», «Kurklinik Rosenau» oder «Eurocops». Bisher kommt er auf über 140 Filme. Gubser ist ein alter Hase. Erfolgreich dazu.

Trotzdem, dieser «Tatort»-Krimi ist auch für ihn etwas Besonderes. Mit dem Wiedereinstieg des Schweizer Fernsehens in die Kultreihe «Tatort» ist ein hoher Anspruch seitens der ARD verbunden. «Wunschdenken», der in und um Luzern gedreht wird, «ist so was wie unser Eintrittsticket in den ‹Tatort›-Verbund», sagt Peter Studhalter, Redaktionsleiter Fernsehfilm und Serie beim SF. «Stefan ist mit ein Garant für den Erfolg. Er ist in Deutschland bekannt und geniesst dort einen Star-Status.»

Die Schweizer Illustrierte begleitete Gubser einen ganzne Drehtag lang. Vom Aufstehen morgens im Hotel bis zum Drehende am Abend. Die Reportage lesen Sie im Heft Nr. 24 vom 14. Juni 2010.


 

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