Mona Stöckli teilt aus «Oli ist der unglaubwürdigste Bachelor ever»

Vor zwei Jahren entging Mona Stöckli dem Sieg nur knapp: Im Bachelor-Finale entschied sich Rosenkavalier Jan für ihre Konkurrentin. Das hat die Luzernerin längst weggesteckt - seit einem Jahr schwebt mit Freund Marcel auf Wolke sieben. Die aktuelle Bachelor-Staffel verfolgt die 32-Jährige dennoch mit Adleraugen. Die geht langsam dem Ende zu - und Mona hat eine ganz klare Meinung, was den TV-Junggesellen und dessen Favoritinnen angeht.

SI online: Die neue Bachelor-Staffel sorgt für Furore - schauen Sie sich die Folgen selbst noch an?
Mona Stöckli: Ja, aber das Interesse schwindet leider langsam. Natürlich ist es schwierig, etwas objektiv zu betrachten, wenn man selber mitgemacht hat. Doch das Niveau hat stark nachgelassen - sowohl beim Bachelor als auch bei den Frauen.

Inwiefern?
Es kommt leider das Gefühl auf, dass alle Protagonisten da nur noch mitmachen, weil sie in den letzten Jahren beobachten konnten, dass der eine oder andere den Sprung in die XYZ-Prominenz gemacht hat. Wirklich abnehmen tue ich niemandem, dass er ernsthaft auf der Suche nach dem grossen Glück ist.

Bachelor Oliver Sanne schlägt in der Sendung ziemlich über die Stränge.
Oh ja! Optisch ist er ja ein hübscher Typ, nicht umsonst trägt er den Titel Mister Germany. Als Kumpel kann ich mir ihn ja auch gut vorstellen, er hat den einen oder anderen lustigen Spruch auf Lager. Dass er eine Frau für die Ewigkeit sucht, nehme ich ihm aber null ab. Als Mister Germany ist «Der Bachelor» natürlich eine super Plattform zur Eigen-Vermarktung. Ausserdem widerspricht er sich in so vielen Dingen. Als Gesamtpaket empfinde ich Oli leider als den unglaubwürdigsten Bachelor ever.

Noch drei Frauen kämpfen um ihn. Welche ist Ihre Favoritin?
Phu.. Also Sarah geht meiner Meinung nach gar nicht. Alleine, wie sie sich präsentiert, zeigt mir, dass auch sie ihre Eigenmarke vorantreiben möchte. Liz ist total süss und goldig, wirklich. Aber halt sehr jung und mädchenhaft. Caro mochte ich zu Beginn sehr wegen ihrer - im Gegensatz zu den anderen Kandidatinnen - natürliche Art. Beim Homedate wirkte sie aber auch etwas gekünstelt.

Also gibts keine Favoritin?
Ich werde das Gefühl nicht los, dass jede eine Rolle spielt. Ich weiss nicht, ob das bei uns damals auf den Zuschauer auch so gewirkt hat. Aber mir fehlen die echten Gefühle. Die Frauen wirken alle so abgeklärt und gefasst. Von dem her gibts keine klare Favoritin - hauptsache Sarah gewinnt nicht.

Sie haben Ihr Glück letztes Jahr abseits der Kuppelshow gefunden.
Ja, und Marcel und ich sind immer noch überglücklich!

Dann läuten bald die Hochzeitsglocken?
Verliebt, verlobt, verheiratet - und am besten noch eine Fussballmannschaft als Nachwuchs! Nein, es läuft super bei uns, alles andere ist noch nicht in Planung. Wir feiern ja demnächst erst unser Einjähriges. Also überstürzen wir mal nichts...

Beruflich läufts harziger. Sie träumen von einer Karriere als Moderatorin, waren bereits für die Nackdedei-Show «Adam sucht Eva» im Gespräch. Am Ende mussten Sie sich aber gegen eine erfahrenen TV-Moderatorin geschlagen geben.
Es geht mir tiptop. Ich verdiene meine Weggli - oh, wie ich ein leckeres Schweizer Weggli mit einem Branchli vermisse! - immer noch im Fitness-Unternehmen, in dem ich schon vor «Der Bachelor» arbeitete. Mir ist klar, dass sich heutzutage durch die vielen Reality-Shows immer wieder neue Hühner in der VIP-Welt versuchen. Deswegen würde ich niemals meinen sicheren Job aufgeben.

Typisch schweizerisch. Also ist die VIP-Karriere auf Eis gelegt?
Nein, das nicht. Ich bin viel unterwegs an Castings, Vorsprechen und betreibe fleissig Networking. Nach wie vor arbeite ich mich lieber von Projekt zu Projekt und erlange damit den Respekt, das Ansehen und vor allem die Ernsthaftigkeit, statt auf jeder VIP-Party rumzutänzeln, jeden Trash mitzumachen, jedes Angebot anzunehmen und dadurch mein Gesicht zu verlieren. Ich wollte und will nicht um jeden Preis berühmt sein. Gut Ding will Weile haben.

«Der Bachelor»: Mittwochs, 20.15 Uhr, bei RTL

Im Dossier: Alles über die Kuppelshow

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