Imagecoach Herzig «Der Mister Schweiz ist wie James Bond»

Schön sind alle zwölf aktuellen Mister-Schweiz-Kandidaten. Doch wie sieht es bei ihnen mit den Manieren aus? Imagecoach Isabelle Herzig nahm sich den Beaus an. Wie sie aus den Mistern echte Gentlemen macht, erzählt sie SI online.

SI online: Isabelle Herzig, Sie kümmern sich um die diesjährigen Mister-Schweiz-Kandidaten. Was brachten Sie ihnen bei?
Isabelle Herzig: Während der Campwoche in Bad Ragaz arbeitete ich in zwei Teilen mit ihnen. Einerseits machten wir Selfbranding - jeder soll seine fachlichen, sozialen und emotionalen Stärken voll und ganz zum Vorschein bringen. Andererseits lehrte ich die Kandidaten die gängigen Umgangsformen: Wie gibt man seinem Gegenüber richtig die Hand, worüber spricht man bei einem Smalltalk - und worüber keinesfalls.

Verraten Sie uns das auch?
Gute Themen sind Hobbys, Ferien und die Arbeit. Tauscht man sich über eigene Krankheiten, Geld oder Politik aus, wird es schwierig. Vor allem bei letzterem: Ist das politische Wissen nur oberflächlich, gerät man leicht in unangenehme Situationen.

Wie stellten sich die Kandidaten während des Coachings an?
Kniggetechnisch machten sie einen sehr guten Eindruck, was mir bewies, dass alle eine gute Kinderstube genossen. Vor allem Luca De Nicola, Michel De Carolis und Luca Ruch fielen mir positiv auf: Sie stellten interessante Fragen, setzten sich wirklich mir ihrer Persönlichkeit auseinander, machten sich Gedanken zu ihrem Eigen- und Fremdbild. Denn man wirkt nicht immer gleich auf andere Personen, wie man sich selbst wahrnimmt.

Verraten Sie uns bitte noch mehr Namen.
Fabian Introvigne und Sandro De Mattio holten nach dem Kurs eine Rückmeldung. Allgemein kann man wohl sagen, dass alle ziemlich froh waren über die Tipps, da es kein einfacher Schritt ist vom Nichts aus plötzlich im Rampenlicht zu stehen. Da gibt es doch einige Fettnäpfchen...

...die da wären?
Wenn Mister-Schweiz-Kandidaten durch Drogen- und Alkoholexzesse auffallen. Online-Plattformen sollten sie zwar nutzen - aber mit Verstand: Für Werbezwecke sind gerade Facebook und Twitter eine gute Möglichkeit, grosse Massen zu erreichen. Trotzdem sollten sich die Jungs genau überlegen, was sie preisgeben wollen.

Was macht denn einen Mister Schweiz aus?
Er soll sich selber sein, das wirkt authentisch. Mit Höflichkeit, Freundlichkeit, Charme und gesundem Menschenverstand kommt er sicher gut an. Ein Mister ist wie ein James Bond: Die Besetzung und die Persönlichkeit wechselt, doch die Rolle bleibt immer gleich.

Alles über die Mister-Schweiz-Kandidaten finden Sie in unserem Dossier.

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