Andreas Caminada Der Spitzenkoch führt die Bestenliste an

Er gehört seit Jahren zu den Überfliegern am Herd und ist nicht zu stoppen. Jetzt wurde Andreas Caminada in Deutschland zum «Spitzenkoch des Jahres» gewählt. Damit ist er der einzige Schweizer, der in allen wichtigen Restaurantführern die höchste Bewertung erhält.
Andreas Caminada wurde vom Schlemmer Atlas zum «Spitzenkoch des Jahres 2013» gewählt. Ausserdem zeichnet das Magazin «Graubünden Exclusiv» den 35-jährigen Koch zum «Bündner des Jahres» aus.
© Keystone Andreas Caminada wurde vom Schlemmer Atlas zum «Spitzenkoch des Jahres 2013» gewählt. Ausserdem zeichnet das Magazin «Graubünden Exclusiv» den 35-jährigen Koch zum «Bündner des Jahres» aus.

Kochen ist die Berufung von Andreas Caminada. Wer sich von ihm kulinarisch verwöhnen lassen möchte, muss Geduld - viel Geduld - mitbringen. Die Wartezeiten für einen Tisch in seinem Restaurant Schloss Schauenstein bei Fürstenau beträgt rund ein Jahr. Das könnte sich ab sofort und mit seinem neuen Titel sogar noch etwas verschärfen. Denn soeben wurde der 35-Jährige vom deutschen Schlemmer Atlas zum «Spitzenkoch des Jahres 2013» gewählt. «Diese Anerkennung ist ein schönes und wichtiges Dankeschön für all die harte Arbeit, die ich zusammen mit meinem Team tagtäglich leiste», sagt Caminada. 

Mit dieser Auszeichnung, 3 Sterne im Guide Michelin, 19 Punkte bei GaultMillau und mit fünf von fünf Gabeln im Bertelsmann Guide, führt Andreas Caminada nun den Schweizer Kocholymp an. Er freut sich: «Die vier Führer sind die wichtigsten in Europa. Ihre Bewertungen zeigen mir, dass wir im Schauenstein unsere Sache richtig machen.»

Dass er beruflich einmal so weit kommen würde, hätte sich der Bündner nach seiner Kochlehre im Hotel Signina in Laax nicht träumen lassen. Doch während seiner Auszeit in kanadischen Vancouver bringt ihn sein Landlord auf den Geschmack: «Er war passionierter Koch und hat mir gezeigt, dass man aus diesem Beruf noch mehr herausholen kann», erzählt der Starkoch vor zwei Jahren im Interview mit der «SI Style». Dass er mehr Talent als andere hat, fällt ihm damals nicht auf. «Ich hatte einfach eine Riesenfreude und ein Kribbeln im Bauch, wenn ich nur daran dachte, etwas Neues in der Küche auszuhecken. Ich war bereit, viel zu leisten, ohne etwas dafür zurückzubekommen.» 

Diese anfängliche Bescheidenheit zahlt sich bei Andreas Caminada stetig aus. 2005 zeichnet ihn der GaultMillau zur «Entdeckung des Jahres», zwei Jahre später zum «Aufsteiger des Jahres» aus. Im gleichen Jahr verleiht ihm der Guide Michelin erstmals einen Stern. Es folgen unter anderem zwei weitere, sowie zweimal die Auszeichnung zum Schweizer «Koch des Jahres». Ausserdem schaffte es sein Restaurant im vergangen Jahr auf den 23. Platz der «S. Pellegrino World's 50 Best Restaurants». 

 

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