«Die grössten Schweizer Talente» Flavio Rizzello: Ein Finalist zum Knuddeln

Im Sturm hat Flavio Rizzello die Herzen von Jury und Fans erobert, sich in den Final der SRF-Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» gesungen. Und das mit spielerischer Leichtigkeit. Die «Schweizer Illustrierte» hat den kleinen Grossen zu Hause besucht.

Turnschuhe, Jeans, weisses T-Shirt, dunkle Strickjacke. Locker wie einst Frank Sinatra tänzelt Flavio Rizzello auf der «DGST»-Castingbühne in Kreuzlingen TG. Vorletzten Samstag singt der 11-jährige Fünftklässler aus Thalwil ZH im Halbfinal «Valery», einer der vielen Hits der unvergesslichen britischen Sängerin Amy Winehouse. «Mamma mia! Du gehörst definitiv auf diese Bühne», schwärmt Jurorin Christa Rigozzi, 31. Kollege Sven Epiney, 43, verdrückt eine Runde zuvor sogar Tränen: «Bravo! Du hast mich echt berührt.»

Letzte Woche in Thalwil. In der ruhigen, hellen Viereinhalb-Zimmer-Wohnung, weit weg vom plötzlichen Rummel, gibt Flavio Rizzello dem 15 Monate alten Hündchen Licia einen Kuss. In den Händen hält er Robby, den kleinen Stoffhund, den er seit Geburt hat. «Ich habe ihn immer dabei. Er ist mein Glücksbringer und trägt den Namen des Hundes, den mein Grossvater Rocco hatte.» Mutter Morena, 41, Vater Valentino, 44, sowie auch Schwester Simona, 14, lächeln vergnügt. Flavios Vater, im italienischen Apulien geboren und seit 29 Jahren in der Schweiz, ist selbstständiger Malermeister. Seine Mutter kümmert sich um die Administration des Geschäftes und setzt sich zudem für die Notfallorganisation SOS Ärzte ein. Simona, eine begeisterte Balletttänzerin, ist mega happy: Just am Tag, als ihr Bruder den Finaleinzug schaffte, erhielt die Sekschülerin Bescheid: «Aufnahmeprüfung ans Gymi bestanden.»

Was für eine glückliche Familie! «Wir sind natürlich alle sehr stolz auf Flavio», sagt Mama Morena. Und betont: «Er macht das aus purer Freude, wir haben nie auch nur einen Hauch Druck gemacht!» Flavio, der auch gerne kocht und Tennis spielt, nickt: «Singen war schon immer meine grösste Leidenschaft.» Schulkollegen hätten ihn animiert und bestärkt, bei «Die grössten Schweizer Talente» mitzumachen. Er sei ein guter Schüler, erzählt Flavio weiter: «Ich mag Sprachen mehr als Mathematik. Mein Lehrer sagt, ich habe Sek-A-Niveau.»

Zwei grosse Träume schwirren im Wuschelkopf des kleinen Flavio herum: «Ich möchte im Final gewinnen!» Und? «Es wäre schön, einmal Roger Federer treffen zu können. Er ist ein Vorbild!» Wer weiss, manchmal werden Träume bekanntlich wahr.

Das Finale von «Die grössten Schweizer Talente»: Samstag, 11. April, 20.10 Uhr, auf SRF1.

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