Erst enttäuscht, dann begeistert Karikaturistin lässt DGST-Jury blöd dastehen

Es hätte ihr grosser Auftritt werden sollen. Doch die Jury von «Die grössten Schweizer Talente» sah das anders. Bereits nach wenigen Minuten drückten die Juroren ihre Buzzer. Im Gespräch mit SI online erinnert sich Kandidatin Corinne Sutter an den Moment auf der Bühne und erklärt, wieso bei ihr die Tränen geflossen sind.

So hat sich Corinne Sutter ihren Auftritt bei «Die grössten Schweizer Talente», der am Mittwoch, 9. März, im TV ausgestrahlt wurde, nicht vorgestellt. Am Anfang liefs noch gut, die Karikatur von Gilbert Gress war sofort als solche zu erkennen. Doch plötzlich waren die Juroren um Susanne Kunz, Bligg, Gilbert Gress und Jonny Fischer gelangweilt, es passierte zu wenig. Bereits nach wenigen Minuten buzzerte die Jury drauflos.

Doch die Künstlerin beendete unbeirrt, was sie angefangen hatte. Und am Ende war es die Jury, die dumm aus der Wäsche schaute. Sutter drehte das Bild um, schmiss eine Art Puder darauf und aus Gilbert Gress wurde plötzlich Bligg! Der Überraschungseffekt war gelungen, die Jury war baff. «Jetzt stehen wir etwas blöd da», sagte Jonny Fischer, 36. Gilbert Gress und Bligg entschuldigten sich in aller Form bei der Kandidatin. Sie seien zu ungeduldig gewesen, weil zu lange nichts passiert sei.

Nach viermal Buzzern gab es für Sutter immerhin dreimal ein Ja. Doch bei der Karikaturistin flossen die Tränen. Sie war mit sich selbst nicht zufrieden. «Ich karikiere seit zwölf Jahren, das Geschäft läuft gut für mich. Mit dem Auftritt wollte ich aus meiner Schublade ausbrechen und mal etwas Neues probieren. Ich bin nicht ganz sicher, ob das funktioniert hat», erklärt die 30-Jährige SI online. Zu den Tränen, die ihr gekommen sind, sagt sie: «Die waren echt und kamen sehr unkontrolliert.»

Bligg wollte das Bild kaufen

Doch nach einem Glas Wein mit Freunden war alles bloss noch halb so schlimm. Vor allem das Feedback ihrer Freunde hat sie aufgebaut. «Sie haben mir gesagt, dass das Publikum während meines Auftritts total begeistert war. Ich bekam sogar Standing Ovations, das habe ich auf der Bühne gar nicht mitbekommen.» Mittlerweile kann Sutter über ihren Auftritt bei «DGST» lachen.

Dass sie es schlussendlich nicht ins Halbfinale geschafft hat, bereitet der Bernerin keine schlaflosen Nächte. Im Gegenteil, sie ist insgeheim sogar froh. «Jetzt kann ich mehr Zeit mit meinen beiden Kindern und meinem Mann verbringen. Die Zeit, die ich für die Vorbereitung für die Show aufgewendet hätte, kann ich jetzt ihnen widmen.» Trostpflaster für die Künstlerin: Bligg wollte ihr das Bild am Ende des Auftritts abkaufen. Für wie viel ist nicht bekannt.  

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