Linda Fäh Die Ex-Miss besteigt das Matterhorn

Noch vor drei Jahren erkannte sie den Berg in einem Wissenstest nicht. Doch bald wird die Miss Schweiz 2009 das «Horu» nicht mehr vergessen. Im September will Linda Fäh auf dessen Gipfel stehen.

«Ich komme gerade vom Felsen hinunter», sagt Linda Fäh, 24, gegenüber SI online. Die Miss Schweiz 2009 hat ihre High-Heels gegen Steigeisen eingetauscht. Denn Linda will hoch hinaus. Genauer gesagt möchte sie im September das Matterhorn besteigen. Mit dem National-Berg verbindet sie eine peinliche Geschichte: Als Miss-Schweiz-Kandidatin hatte sie in einem Wissenstest den weltbekannten Berg nicht erkannt.

Seit vergangenem Sommer trainiert sie nun hartnäckig, um das «Horu» zu bezwingen. «Ich habe insbesondere Kondition und Kraft trainiert und bin regelmässig in der Kletterhalle», sagt sie. Im Winter hat sie mehrere Schneetouren gemacht mit bis zu 1200 Höhenmetern, damit sie «die Höhe» hat.

Gemeinsam mit Bergführer Andres Scherrer aus Putz GR machte sie sich am Donnerstag erneut an eine richtige Felswand ran. Zuvor liess es das Wetter nicht zu, da die Felsen noch mit Schnee bedeckt waren. «Es ist Adrenalin hoch zehn, sich an einer richtigen Felswand abzuseilen!» Im Kletterpark «Brochne Burg» im Rheintal ging es 30 Meter in die Tiefe. Zusätzlich stand Materialkunde auf dem Tagesprogramm. «Und ich lernte wie man Knoten macht und sich richtig abseilt. Meine Schuhwerk habe ich auch ausprobiert - Steigeisen!» Der Experte ist mit ihrem ersten Training zufrieden. Und auch Linda selbst. Ausser einer Schürfung und ein paar blauen Flecken habe sie nichts davongetragen, sagt sie unzimperlich für eine ehemalige Schönheitskönigin.

«Das Matterhorn zu besteigen wurde seit dem Erlebnis im 2009 zu einer Idée fix.» Damals wurde sie von Zermatt Tourismus eingeladen, das Matterhorn live zu erleben beziehungsweise mit dem Helikopter um den Gipfel zu fliegen. «Als sich Mammut anerbot, mir bei diesem Vorhaben behilflich zu sein, habe ich nicht lange gezögert.» Die Chance stehen nun sehr gut, dass sie ihre Idee umsetzen kann und im September ganz oben auf dem Gipfel stehen wird.

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