Tina Turner Die Rocklady wird Schweizerin

Endlich ist sie angekommen: Tina Turner erhält nach beinahe zwanzig Jahren den Schweizer Pass und gibt ihren amerikanischen ab. Eine leichte Entscheidung für die Sängerin, wie es scheint.
Die berühmteste Rocksängerin der Welt will Schweizerin werden.
© RDB/Ex-Press/ddp/Michael Gottschalk Die berühmteste Rocksängerin der Welt will Schweizerin werden.

Sie schätzt die Sauberkeit, die vier Jahreszeiten, liebt Land und Leute und lernt fleissig Deutsch. Daher war es für die 73-jährige Rocksängerin Tina Turner nur eine Frage der Zeit, bis sie den Schweizer Pass beantragt. Das ist nun geschehen, wie eine amtliche Anzeige in der «Zürichsee-Zeitung» verkündet. «Sie will klare Verhältnisse schaffen», sagt ihre Pressesprecherin Karin Rhomberg auf Anfrage gegenüber der Regionalzeitung. «Tina Turner gibt darum auch die Staatsbürgerschaft der USA zurück.» 

Trotz ihres Prominentenstatus habe Tina Turner, die mit richtigem Namen Anna Mae Bullock heisst, keinerlei Bevorzugung erfahren. Sie habe - wie jeder andere Antragsteller auch - das ganz normale Verfahren absolviert. Im Gespräch mit den zuständigen Behörden habe sie sich auf Deutsch präsentiert, erzählt Rhomberg weiter. Ihre Gesuch zur Einbürgerung sei bereits von der Gemeinde Küsnacht bewilligt worden. Jetzt fehle nur noch die Zustimmung von Bund und Kanton.

Seit 18 Jahren lebt Tina Turner nun schon mit ihrem Partner, dem deutschen Musikmanager Erwin Bach, am Zürichsee. Dort geniesst sie vor allem ihre Privatsphäre. «Sie freut sich, wie sie hier aufgenommen wurde, wie man sie freundlich und zurückhaltend behandelt», hiesst es weiter von Seiten ihrer Pressesprecherin. 

Tina Turner hat in ihrer Karriere mehr als 180 Millionen Tonträger verkauft. Mit Hits wie «Private Dancer», «Simply The Best» oder «What's Love Got To Do With It» sang sich die gebürtige US-Amerikanerin an die Weltspitze. Selbst bei ihrer Abschiedstournee «Twenty Four Seven» sorgte sie 2009 noch für ausverkaufte Hallen. Turner hat insgesamt acht Grammys sowie 2009 den SwissAward in der Kategorie Show abgeräumt. Damals freute sie sich riesig, als Nicht-Schweizerin mit diesem Preis ausgezeichnet worden zu sein, wie sie im Interview mit der «Schweizer Illustrierten» erzählte: «Seit ich auf der Bühne stehe, ging es mir immer darum, nicht einfach nur eine gute Show zu bieten, sondern die Herzen der Menschen zu berühren. Mir zeigt dieser Preis, dass ich wohl genau das erreicht habe.»

Auch interessant