Julia Flückiger Die Vize-Miss zu Gast im Zentrum der Macht

SVP-Ständerat Hannes Germann hielt Wort: Am Mittwochmorgen führte er Julia Flückiger durchs Bundeshaus in Bern. Die amtierende Vize-Miss-Schweiz zeigt sich überwältigt.
Vize-Miss-Schweiz Julia Flückiger posiert mit dem Ständerat Hannes Germann.
© Ronny Spitzli Vize-Miss-Schweiz Julia Flückiger posiert mit dem Ständerat Hannes Germann.

«Mega eindrücklich war's», sagt Julia Flückiger, 23. «Mich hats fast umgehauen!» Die Zweitplatzierte der diesjährigen Miss-Schweiz-Wahl schwärmt nicht etwa von einem Fotoshooting oder einem neuen Paar Schuhen. Derart angetan hat es ihr ein Bundeshaus-Besuch. Am Mittwochmorgen führte SVP-Ständerat Hannes Germann, 55, sie und ihren Freund Ronny Spitzli, 31, durch das Schweizer Machtzentrum.

Damit löste der Politiker aus dem Kanton Schaffhausen sein Versprechen ein, das er Julia vor den Bundesratswahlen gegeben hatte. Die beiden hatten sich bei einem «Speed Dating» des Lokalsenders Radio Munot kennen und schätzen gelernt. Nach dem Treffen schrieb der Ständerat der Psychologie-Stundentin ein Kärtchen mit der Einladung.

Zwei Stunden hat sich Germann für Julias ersten Besuch in Bundesbern freigeschaufelt. «Danach musste ich sowieso wieder an die Uni, ich befinde mich zurzeit in Prüfungsvorbereitungen», sagt sie. Die Zeit reichte dennoch für eindrucksvolle Begegnungen: Den Bundesrätinnen Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard sei sie begegnet. Nationalratspräsident Hansjörg Walter habe ihr während der Sitzung auf die Tribüne hinauf gewinkt. Und mit SVP-Präsident und Nationalrat Toni Brunner habe sie sogar eine Coca-Cola getrunken. «Aber vor den SVP-Karren spannen lasse ich mich deshalb nicht», stellt Julia klar. «Ich wähle sachpolitisch - von Mitte Links bis Mitte Rechts.»

Für die Schaffhauser Schönheit ist es «eine Selbstverständlichkeit», sich in Sachen Politik auf dem Laufenden zu halten und ihr Wahl- und Stimmrecht wahrzunehmen, wie sie sagt. Vielleicht, weil ihr Vater aus Südamerika stamme. «Ich weiss genau, wie es in anderen Ländern abläuft. Wir Schweizer sind privilegiert, mitreden zu dürfen.»

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