«DSDS» Berner Thomas muss nochmal ran

Noch hat Thomas Zbinden den Sprung in den Recall nicht geschafft. Am Samstag wird er sich ein zweites Mal beweisen müssen - um auch noch die Jurorinnen von seinem Können zu überzeugen. SI online stellt den 21-jährigen Berner vor, der die Jury vor eine Zerreissprobe gestellt hat.

Was für eine Zitterpartie! Thomas Zbinden, 21, hat schon zwei Songs präsentiert und muss trotzdem immer noch ums Weiterkommen bangen. Und das, obwohl er eigentlich den «DSDS»-Kritieren entspräche: Der Berner Kandidat ist jung, kann singen und sieht auch noch gut aus. Verkehrte Welt bei der RTL-Castingshow?

Ausgerechnet die zwei Frauen in der Jury konnte der gutaussehende Single im Casting, das am Mittwoch ausgestrahlt wurde, nicht vollends überzeugen. «Was ich sehe, gefällt mir besser als das, was ich höre. Das wird bei mir ein Nein», urteilt Mieze Katz, 34. Und Marianne Rosenberg, 58, stimmte zu: «Du bist ein sehr sympathischer Typ. Aber der Gesang macht gar nichts mit mir.» Auch beim zweiten Song revidieren sie ihr weibliches Urteil nicht. Dieter Bohlen, 59, und Kay One, 29, waren hingegen begeistert. «Ich glaube, dass es ein totaler Fehler wäre, ihn nicht weiter zu lassen», ermahnte der Poptitan.

Zwei zu zwei Stimmen - eine Pattsituation! In solch einem Fall kommt die neue «DSDS»-Regel zum Zuge: Jeder Kandidat bestimmt vor seinem Auftritt einen Juroren, der bei einem Unentschieden über sein Weiterkommen entscheidet. Dumm nur, hat Thomas ausgerechnet Mieze gewählt. Das bedeutete das Aus für den Schweizer. Eigentlich. Denn am Ende liess sich die Sängerin der Band Mia doch noch erweichen. In der nächsten Sendung darf Thomas nochmals antreten. Und da soll alles anders werden.

Er weiss: Eigentlich kann ers besser. «Ich habe selbst gemerkt, dass das Timing und das Gefühl nicht stimmten», sagt der BWL-Student im Interview mit SI online. Als er gleich zwei Nein bekommen habe, habe er aber ganz schön schwitzen müssen. «Viele Kandidaten vor mir bekamen vier Ja-Stimmen. Ich dachte: ‹Du musst ja so richtig scheisse gewesen sein!›.» Für seinen zweiten Anlauf ist er mit einem Freund nach Köln gereist. Die beiden verbanden das Casting mit einem Roadtrip, besuchten anschliessend eine Freundin in Amsterdam. «Da war ich viel lockerer.» Ob es ihm gelang, mit «How to Save a Life» von The Fray seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, wird das Publikum am Samstag sehen.

Auch wenns mit «DSDS» nicht klappen sollte, gelohnt hat Thomas' Teilnahme allemal. Wo sonst hätte er vor einem Millionenpublikum auf sich aufmerksam können? Schon während der Sendung schoss die Anzahl seiner Facebook-Fans in die Höhe. Und inzwischen wurden gar mehrere Fake-Accounts erstellt. «Das Echo ist riesig», freut sich der Berner.

Auch seine Band profitiert vom TV-Auftritt. Die fünfköpfige Formation The Pitchers existiert seit 2007 und macht Pop- und Rockmusik. Die Mitglieder - alles gute Freunde, die teilweise auch in einer WG leben und dort Jamsessions feiern - haben alle bekannte Familienmitglieder. Bei Patent Ochsner zum Beispiel, oder Züri West. Nur Thomas nicht. «Mein Vater ist Fahrlehrer», sagt er. Und fügt lachend an: «Keine Ahnung, von wem ich die Leidenschaft geerbt habe. Es gibt wohl kein Zbinden vor mir, der jemals einen Song gesungen hat.» Dieter Bohlen und Co. ist das zum Glück aber schnuppe. Bei «DSDS» zählen andere Voraussetzungen. Und die bringt Thomas zweifelsohne mit.

Alle Artikel über die Castingshow «DSDS» finden Sie im grossen SI-online-Dossier.

«DSDS» 2014: Jeweils mittwochs und samstags, 20.15 Uhr, bei RTL. Ab 18. Januar nur noch samstags.

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