Divertimento Eindeutige Angebote? Das war einmal - bei Jonny!

Stets ausverkaufte Shows und eine Arbeitsbeziehung, aus der mit den Jahren eine innige Freundschaft geworden ist: Das Komiker-Duo Divertimento bringt die Schweiz zum Lachen und heimste deshalb zum dritten Mal den Prix Walo ein. Mit der «Schweizer Illustrierten» sprachen Manu Burkart und Jonny Fischer über Erfolg, Liebe und die geplante Auszeit.
Manu Burkart und Jonny Fischer von Duo Divertimento beim Swiss Award 2014
© Geri Born

Ein Soloprogramm? Kein Thema! «Es würde einfach etwas fehlen», ist sich Jonny Fischer (r.) sicher. Und Manu Burkart ergänzt: «Solange wir Freude daran haben, gemeinsam auf der Bühne zu stehen, machen wir das auch!»

DAS DUO ÜBER NEBENBUHLERSCHAFT:
Mit den Jahren kam der Erfolg - und die Probleme. «Es war phasenweise ein Konkurrenzdenken zwischen uns», gesteht Manu Burkart, 36, in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten». Und Jonny Fischer fügt nachdenklich hinzu: «Vor allem ich hatte Mühe.» Während sein Bühnenpartner lustig sein durfte, hatte der zwei Jahre jünger Fischer hauptsächlich den moderativen Teil übernommen. «Als dann nach der Show einige Zuschauer nur mit Manu Fotos machen wollten - da wurde ich stinksauer!» Das ging so weit, dass das Duo 2007 sogar kurz vor dem Aus stand. Als dann jedoch das Programm umgeschrieben und das Management gewechselt wurde, kam alles wieder ins Lot. «Heute ist es so, dass die Pointen ausgewogener verteilt sind», erklärt Jonny. 

...ÜBER ERFOLG:
Die Auszeichnungen und verkauften Tickets sprechen für sich: Divertimento hat soeben zum dritten Mal den Prix Walo in der Sparte «Comedy» gewonnen und die Abschluss-Show ihrer «Gate 10»-Tournee am 14. Februar 2015 im Zürcher Hallenstadion war innerhalb von 30 Minuten restlos ausverkauft. «Unglaublich», so die Reaktion der beiden. «Wir sind wohl mit unserer Art von Humor zur richtigen Zeit am richtigen Ort», meint das Duo bescheiden.

...ÜBER LIEBE:
«Dass wir so bodenständig geblieben sind, haben wir zu einem grossen Teil unserem Umfeld zu verdanken.» Bei Manu Burkart ist das in erster Linie Ehefrau Michèle. «Ich habe einen Mann noch nie so geliebt», sagt die Zürcherin. Eifersucht gab es zwar zu Anfang, doch mittlerweile weiss sie: «Manu ist bei mir, ich bin bei ihm, und das passt einfach. Groupies habe er sowieso keine, meint Manu. «Die Frauen wissen, dass ich schon lange liiert bin und zwei Kinder habe.» Eindeutige Angebote wie Jonny sie einst bekommen hat, kriege er keine. Vor allem in den Anfangsjahren wollten ältere Frauen den homosexuellen Jonny mit freizügigen Fotos bekehren. Doch hat das längst - und erst recht seit seiner Beziehung mit dem Zürcher Marketingexperten Michi Angehrn, 25, - aufgehört: «Ich habe den Mann fürs Leben gefunden!» Und auch wenn keine Hochzeit geplant ist: Das Paar trägt einen Freundschaftsring am Finger. 

...ÜBER AUSZEIT:
Nach dem 14. Februar 2015 ist Schluss - aber nur für ein Jahr: In der Zeit will Manu Burkart mit seiner Familie Australien oder Amerika bereisen, Jonny Fischer hat noch «null Pläne». Da sein Freund nächstes Jahr eine Fortbildung macht, liegen gemeinsame Ferien nicht drin. «Ich werde es geniessen, einfach mal gar nichts zu tun!» Solche Pausen beleben die Beziehung. Und die Phantasie. Denn nach ihrer Auszeit werden die Scherzkekse an einem neuen Programm schreiben - und damit garantiert schweizweit wieder für unzählige Schenkelklopfer sorgen.

Lesen Sie die ganze Geschichte über Divertimento in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 22 - ab dem 26. Mai an Ihrem Kiosk oder auf dem iPad.

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