Elite Model Look 2013 Siegerin Audrey: «Es ist noch alles neu für mich»

Ab sofort wartet die grosse weite Welt auf Audrey Bousquet. Ob die Gewinnerin des diesjährigen Elite Model Look Switzerland die Chance gleich am Schopfe packen wird? Wir haben mit der 15-jährigen Nachfolgerin von Manuela Frey gesprochen.
Audrey Bousquet gewinnt Elite Model Look 2013
© Fabienne Bühler

«Sie sieht einzigartig aus und ist vom Look her unverwechselbar», schwärmt Ursula Knecht über das neue Elite-Model Audrey Bousquet.

«Ich muss erst mit meinen Eltern besprechen, wie es von nun an weiter geht», sagt eine erstaunlich gelassene Audrey Bousquet unmittelbar nach ihrer Wahl zum neuen Elite-Model. Wie sie sich fühlt, auf diese Frage hat sie noch keine Antwort. «Es ist einfach noch viel zu neu für mich.» 

Am Donnerstagabend setzt sie sich in der Zürcher Maag Halle gegen elf Mädchen durch, die während der Vorbereitungszeit auch ihre Freundinnen geworden sind. «Ich habe einen guten Draht zu Lisa Huber und Laura Kipfer. Wir werden sicherlich auch weiterhin in Kontakt bleiben.» Sofern die 1 Meter 80 grosse Hobby-Basketballerin überhaupt der Schweiz erhalten bleibt. «Audrey hat international ein grosses Potential. Sie sieht einzigartig aus und ist vom Look her unverwechselbar», urteilt Elite-Model-Chefin Ursula Knecht, 54. «Audrey ist einfach Audrey», schwärmt sie kurz zuvor auf der Bühne. 

Audrey, was sagst Du zu dem Kompliment von Ursula Knecht?
Audrey Bousquet: Danke! (lacht)

Weisst Du, was sie damit gemeint hat?
(Überlegt) Vielleicht wusste sie nicht, was sie sonst sagen soll?

Hättest Du gedacht, dass Du gewinnen könntest?
Nein, ich war mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Ich dachte an die Choreografie, daran nicht umzufallen, gut zu laufen und natürlich Zürich anzulächeln.

Na, das hat ja alles wunderbar geklappt. War es für Dich kein komisches Gefühl, während der Show im Badeanzug auf der Bühne zu stehen?
Überhaupt nicht. Ich habe kein Problem mit Nacktheit. 

Dann würdest Du bei einem Shooting alle Hüllen fallen lassen?
Das dann auch nicht. Ich würde nur bis zu Bikini-Aufnahmen gehen. Und bei einem «Victoria's Secret»-Shooting würde ich natürlich - wie mein Vorbild Adriana Lima - Unterwäsche präsentieren. 

Gibt es einen Designer, für den Du gerne mal laufen würdest? 
Karl Lagerfeld! 

Dieser Traum könnte schon bald Realität werden. Schliesslich hat es Audreys Vorgängerin so weit gebracht! Karl Lagerfeld ist seit seiner Begegnung mit dem letztjährigen Elite-Model Manuela Frey hin und weg von der 16-jährigen Aargauerin. Sie macht im Gegensatz zu manch anderen Schweizer Models auch mal ihren Mund auf. Und das in verschiedenen Sprachen. So beeindruckte sie den Chef-Designer von Chanel in dessen Beisein mit ihrer Mehrsprachigkeit. Ob Audrey ähnliche Wellen schlagen wird, ist noch nicht klar. «Ich will eigentlich schon erst die Schule fertig machen. Oder versuchen, beides unter einen Hut zu bringen», sagt die Bernerin. «Dafür gibt es immer eine Lösung.» Und Mutter Nathalie, 47, und Vater Patrick, 48, würden sie jederzeit unterstützen.

Schule abbrechen oder durchziehen? Ursula Knecht will dazu keinen Rat geben. «Manuela hat sich entschlossen, die Schule aufzugeben. Vielleicht will Audrey das nicht. Dann verläuft ihre Karriere anders und braucht einfach mehr Zeit.» Man müsse jetzt sowieso erst einmal das Weltfinale im November im chinesischen Shenzhen abwarten. Knecht ist zuversichtlich: «Sie sticht bei den 70 Girls sicherlich heraus. Und dann muss man mal schauen, wie sie sich dort beweist und wie viel Freude ihr der Beruf schlussendlich bereitet.»

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