Manuela Frey Das Model dominiert die Pariser Couture-Schauen

Dior, Chanel, Valentino und Dolce & Gabbana sind nur vier der namhaften Designer, die Manuela Frey für die Pariser Haute-Couture-Show engagiert haben. Und langsam aber sicher scheint es, als laufe das Aargauer Model ihren Schweizer Konkurrentinnen den Rang ab. 

Gestern Paris, heute Mailand, morgen New York. Die 17-jährige Manuela Frey kann und will nicht zur Ruhe kommen. Auch wenn sie während der Pariser Haut-Couture-Woche kaum geschlafen hat und täglich bis zu 20 Stunden auf den langen Beinen war, tut das ihrer guten Laune keinen Abbruch. Vor allem ein Job hätte die 181 Zentimeter grosse Schönheit so richtig geflasht. «Ich liebe die Shows von Chanel», schwärmt die Elite-Model-Look Gewinnerin von 2012 im Gespräch mit SI online. «Sie sind jedes Mal so aufregend und speziell. Die Livemusik, die Choreographie, die Haare und das Make-Up, es stimmt einfach alles.» Selbst vom Chef-Designer hat sie eine sehr hohe Meinung. «Karl Lagerfeld ist ein so toller Mensch. Er meinte, ich sei ein wunderschönes Mädchen und dass mir das Kleid aus der Kollektion sehr gut stehe.» Kein Wunder also, sei sie nach diesem Lob nur noch so über den Laufsteg geschwebt. 

Doch auch, wenn Manuela Frey Show um Show läuft und bei den Designern extrem gut ankommt, die Bodenhaftung verliert die Aargauerin deswegen nicht. Vielleicht, weil sie besonders hart und diszipliniert für ihren Erfolg arbeitet, vielleicht aber auch, weil sie noch nicht so weit ist, dass sie die vorgeführten Roben behalten darf. Obwohl sie neun Shows laufen durfte, ging sie leer aus. «Meistens kriegen wir nichts», so Manuela. Nicht weiter schlimm für die junge Frau, da trifft es sie wesentlich härter, dass im Backstage-Bereich ihr Natel geklaut wurde. «Ich war total traurig, weil ich während dieser strengen Zeit sehr auf mein Handy angewiesen bin. Ich muss nämlich zwischendurch Emails checken und im Austausch mit meiner Agentur stehen.» 

Doch auch ohne Mobiltelefon: Das Feedback der Chefin hat die Fashion-TV-Drittplatzierte in der französischen Hauptstadt dennoch erreicht. «Ursula Knecht ist sehr stolz auf mich. Wir sind ein super Team», sagt das Model über ihre Agentin, die Inhaberin der Modelagentur «Option». Sie war nicht der einzige Kontakt zur Heimat. «Meine Mutter hat mich mit ihrem Besuch überrascht und ist drei Tage lang geblieben.» Dass jedoch unter ihren Kolleginnen keine einzige Schweizerin zu finden war, hätte sie sehr bedauert. «Ich hätte so gerne hinter den Kulissen mal wieder Schweizerdeutsch gesprochen.» 

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