Simone Bargetze Emotionale Zeit: Verlobung & Todesfall

Es läuft drunter und drüber bei Simone Bargetze. Die Stuntfrau aus Liechtenstein ist frisch verlobt, schreibt ein Buch und steht bald für «Avatar 2» vor der Kamera. Aber auch die Schattenseiten des Lebens haben sie eingeholt: Sie trauert um ihre erste grosse Liebe. Mit SI online spricht sie über ihre Gefühle und Hochzeitspläne.

«Manchmal ist das Leben brutal», sagt Simone Bargetze, 35. Sie sitzt in einem Hotel Winterthur, hat dort am Donnerstagabend an der Veranstaltung einer Versicherungsgesellschaft zum Thema Risiko referiert. Überglücklich war die Stuntfrau in die Schweiz gereist - vor fünf Tagen hat ihr Freund Dave Catudal um ihre Hand angehalten. «Auf den Klippen von Mallorca», schwärmt sie. Wieder ins Flugzeug steigen wird Simone Bargetze jedoch mit gemischten Gefühlen.

Kurz nach dem Anlass in Winterthur hat sie nämlich erfahren, dass ihre erste grosse Liebe diese Woche gestorben ist. «Wir waren von meinem 18. bis zu meinem 23. Lebensjahr zusammen und hatten immer noch ab und an Kontakt», erzählt sie SI online. «Jetzt hatte er einen tragischen Unfall.» Der Verlust reisst bei ihr alte Wunden auf: Erst im März diesen Jahres erlag ihre Mutter einer schweren Krankheit - trotz ihrer Leberspende.

Viel lieber möchte sie nun über ihren Verlobten sprechen. Dave sei vor ihr auf die Knie gefallen, «mit dem Ring seiner Urgrossmutter». Die Hochzeit werde voraussichtlich im Herbst 2012 stattfinden. Und die Actionheldin, die seit mehr als zehn Jahren in L.A. lebt, weiss schon ganz genau, wie und wo sie feiern will: in Irland auf dem Anwesen von Liechtensteiner Freunden. «Auf einer Wiese direkt am Fluss mit vielen Pferden und Musik», beschreibt sie. «Wir laden nur Freunde und Familie ein, etwa 20 Leute.» Das Kleid soll «weiss, aber dennoch unkonventionell» sein. «Etwas Hippiemässiges, mit Blumen.» Einzig für die Flitterwochen hat sie noch keine konkreten Pläne. «Unser ganzes Leben sind ja Flitterwochen», meint sie lachend. «Wir waren gerade vier Monate in Bali, jetzt in Mallorca, danach geht es zurück nach L.A.»

Dort steht wieder ein grosses Filmprojekt an: Simone Bargetze wird auch im zweiten Teil des erfolgreichen Science-Fiction-Streifens «Avatar» Stunt-Szenen übernehmen. Künftig will sie aber als Actionheldin kürzer treten und nur noch «ab und zu» ihr Leben riskieren, sagt sie. «Ich will einfach happy sein. Erfolg bringt oft nur ein bedingtes, fast schon heimtückisches Glück.» Und sie habe so viele andere Projekte.

Ein eigenes Buch zum Beispiel. Seit über zwei Jahren schreibt sie an einem Märchen für Erwachsene - etwa 300 Seiten hat sie schon zusammen. Für die Übersetzung auf Englisch hat sie sich einen Monat Auszeit auf Mallorca genommen. Zurück in L.A. wird sie sich mit einer Literatur-Expertin zusammensetzen und dem Werk den letzten Schliff geben. «Die Geschichte bewegt sich zwischen Fiktion und Realität», beschreibt sie. Die Idee dafür sei ihr spontan gekommen, bei einem Wanderausflug mit der Familie. «Ich darf nie lange überlegen, ich muss es einfach machen. Sonst hätte ich mich wohl nie an Stunts oder ins Fernsehen gewagt.» Sie lebt den amerikanischen Traum und ist überzeugt: «Man muss an Märchen glauben, dann werden sie wahr!» Sie sei ja bestes Beispiel dafür: Beruflich habe sie das erreicht, was sie sich in ihrenTräumen ausgemalt habe. «Und bald werde ich eine Märchenhochzeit feiern!»

Nachdenklich fügt sie an: «Leider haben aber auch Märchen ihre grausamen Passagen.» Das werde ihr mit dem Tod ihres Ex-Freundes wieder bewusst. «Sein Schicksal macht mich traurig. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seiner Frau und seinen Kindern.»

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