Xherdan Shaqiri Er will auch in Lederhosen eine gute Figur machen

Er ist mit seinen 169 Zentimetern einer der Kleinsten, gehört aber schon zu den ganz grossen im Geschäft: Fussball-Profi Xherdan Shaqiri. Der ehemalige Spieler des FC Basel wechselte im August nach München und hat dort noch einiges vor. Nämlich: einen ausgiebigen Stadtbummel und den Besuch beim legendären Oktoberfest.

Bald heisst wieder «O'zapft is» und einer freut sich schon ganz besonders auf das Oktoberfest: Neumünchner und Fussball-Star Xherdan Shaqiri. Der beidfüssige Mittelfeldspieler gehört seit August zum Starensemble des FC Bayern München und will nicht nur auf dem Spielfeld sondern auch in Lederhosen eine gute Figur machen: «Kürzlich wurden wir vermessen, die Kleider werden wohl bald geliefert», erzählt der 20-jährige Fussballstar im Interview mit der «Schweizer Illustrierten».

Aber auch die Stadt möchte er sich anschauen, denn seit seiner Ankunft hat der Fussball-Profi noch nicht viel gesehen: «Ich möchte, wenn sich der erste Wirbel gelegt hat, unbedingt mehr von München sehen. Die Altstadt, das Hofbräuhaus…». Das am liebsten zusammen mit seinen Spielerkollegen David Alba und Emre Can. Aber auch zu Franck Ribéry pflegt Shaqiri ein freundschaftliches Verhältnis: «Wir verstehen uns sehr gut und bilden manchmal auch eine Fahrgemeinschaft ins Training. Schliesslich wohnt er nur eine Strasse weiter und hat mich schon mal zu sich eingeladen. Ich werde mich bald revanchieren, bei schönem Wetter grilliere ich gerne», sagt der gebürtige Kosovo-Albaner, der in Kaiseraugst bei Basel aufgewachsen ist. Verständigungsprobleme zwischen den beiden Fussballern gibt es keine: «Franck spricht gut Deutsch. Und mein Französisch ist auch ganz passabel.»

Xherdan Shaquiri ist ein Familienmensch. Momentan ist sein Bruder Erdin zu Besuch in seinem Sieben-Zimmer-Haus in Grünwald, der exklusivsten Wohngegend Deutschlands. Aber auch seine Eltern reisen oft in noblen Münchner Vorort: «Es ist nicht sehr weit von Kaiseraugst. Mit dem Auto etwa dreieinhalb Stunden.» Ausserdem fahre er wenn möglich jeweils Anfang Woche in die Schweiz, sagt er.

Der Wechsel vom FC Basel zum deutschen Rekordmeister war für den Schweizer eine Umstellung. Denn bereits beim Training wird mit der grossen Kelle angerichtet. «Es ist gewaltig, wie viele Leute nur schon zum Training kommen. Beim FCB hattest Du höchstens 50, hier sind es manchmal 4000 Fans.» Überzeugt hat er seinen neuen Verein gleich von Anfang an: «Es lief so, wie ich es mir erhofft hatte: Ich wollte mich von Anfang an nicht verstecken, sondern als Verstärkung kommen.»

Für den Nati-Auftakt der WM-Qualifikation war Shaqiri diese Woche in der Schweiz im Training. Am Freitag spielt sein Team in Ljubljana gegen Slowenien, am kommenden Dienstag gegen Albanien in der Luzerner Swissporarena. Auch das freut ihn sehr. «Ich glaube, wir sind gut dran. Auf dem Papier ist die Aufgabe mit Norwegen, Slowenien, Albanien, Zypern und Island nicht unlösbar. Leider sind das dann meistens höherere Hürden, wir tun uns gegen kleinere Gegner oft schwer. Aber wir haben etwas gutzumachen, nachdem wir uns nicht für die Euro 2012 qualifiziert haben. Ich hoffe, wir werden an der WM in Brasilien dabei sein.»

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