Christa Rigozzi Erste Wahl!

Ihr erster Mann ist ihr Mann fürs Leben. Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi weiss: «Ich will Giovanni heiraten!» Noch fehlt den zwei Verlobten aber die Zeit dazu. Christa ist zu beschäftigt.

Der Morgen beginnt für Ex-Miss-Schweiz Christa Rigozzi, 25, und ihren Verlobten Giovanni Marchese, 30, ganz romantisch: mit Schneeschaufeln. Irgendwie müssen sie ihr Auto frei be­kommen. Am Vorabend moderierte die sympathische Tessinerin die Sportnacht in Davos. Und während die letzten Partygäste morgens um 4.45 Uhr in Richtung Bett wanken, macht sich Christa auf nach St. Moritz zum Foto­shooting mit der Schweizer Illustrierten.

«Bis später. Hoffentlich noch lebendig nach diesem Monsterwetter und 300 PS unter der Haube», schreibt sie via SMS. Fast einen Meter Neuschnee gabs in dieser Nacht. Und Miss Sonnenschein hat keine Schneeketten dabei. Dafür ihren ­Giovanni.

Christa Rigozzi, seit neun Jahren sind Sie mit Giovanni zusammen, dem ersten Mann in Ihrem Leben. Keine Bedenken, irgendwas verpasst zu haben?
Gar nicht. Er ist mein Mann fürs Leben.

Was macht Sie da so sicher?
Es stimmt einfach alles zwischen uns. Wenn man so glücklich ist wie wir, sucht man nicht nach was anderem. Davon bin ich überzeugt.

 

«Veränderungen seit unserer Verlobung? Ausser dass ich einen Diamanten am Finger trage, nichts»

Es gab aber schon mal eine Beziehungspause?
Vor vier Jahren im Sommer. Da waren wir für fast ein halbes Jahr getrennt.

Aus welchem Grund?
Wir beide fühlten uns von der Routine eingeholt. Ich wohnte damals in Bern, Gio in Fribourg. Es war ein bisschen langweilig geworden. Diese Pause hat uns gutgetan.

Keine Angst, dass sich der Alltagstrott wieder einschleicht?
Nein! Seither hat sich sehr viel ver­ändert in unserem Leben. Ich bin viel unterwegs, und manchmal begleitet mich Giovanni, was ich sehr schön finde. Ich lebe jeden Tag im Jetzt und denke nicht so sehr an die Zukunft.

Pflegen Sie Ihre Beziehung heute mehr?
(Lacht.) Ich bin sicher diejenige, die bei uns organisiert – Ski fahren gehen, Museumsbesuche oder so. Mein Gio bliebe am liebsten jedes Wochenende gemütlich zu Hause. Aber ich muss raus. Und letztlich ist Giovanni doch immer sehr froh darüber. Ich bin ein Vulkan – und er braucht einen Vulkan.

Welche Rolle spielt der Sex in Ihrer ­Beziehung?
Der ist sehr wichtig. Wenn es da nicht stimmt, ist auch sonst in der Partnerschaft was faul. Doch ich denke, Sex ist für Männer wichtiger als für Frauen.

Haben Sie Sex bei Giovanni schon mal als Druckmittel eingesetzt?
Nie. Da habe ich andere Methoden.

Die da wären?
(Lacht.) Ach, ich lade ihn zum Frühstück oder auf ein Wochenende ein und sage ihm dann ganz zuckersüss, was ich eigentlich will.

Haben Sie immer noch Umzugspläne von Fribourg nach Zürich?
Begraben. Ich stellte fest, dass ich in Fribourg mehr Privatleben habe. Obwohl man mich kennt, kann ich in Ruhe einkaufen. In Zürich werde ich öfter um Fotos und Autogramme gebeten.

Sie sind jetzt seit drei Monaten verlobt. Was hat sich für Sie verändert?
Ausser dass ich jetzt einen Diamanten am Finger trage, nichts. Den hat ­Giovanni übrigens mit seiner Mutter ausgesucht.

Was bedeutet die Verlobung für Sie?
Es ist ein wichtiger Schritt nach neun Jahren Beziehung mit Höhen und Tiefen. Mir bedeutet sie sehr viel.

Und jetzt steht die Hochzeit an?
Ich will Gio heiraten. Aber wir haben noch kein festes Datum.

Traditionellerweise bedeutet die Verlobung, innerhalb eines Jahres zu heiraten.
(Lacht.) Wir sind eben rebellische Geister. Aber im Ernst: Es ist eine sehr spezielle Situation bei uns. Für mich ist das Allerwichtigste, dass unsere Hochzeit gut organisiert ist. Nicht so husch, husch. Da bin ich wohl eine typische Schweizerin.

Im Moment sieht es nicht danach aus, als ob wir bereits im kommenden Jahr heiraten werden.
Ich habe so viele Termine. Sicher ist, dass wir nicht weitere neun Jahre warten werden. Und es wird an einem Samstag sein.

Wie stellen Sie sich Ihren schönsten Tag im Leben vor?
Ganz in Weiss, in der Kirche, mit allen Verwandten, im Tessin. Es soll eine einfache Hochzeit sein, nichts Über­triebenes mit Pferdekutsche oder so.

Die Kirche ist Ihnen wichtig?
Ja, uns beiden. Wir sind beide gläubig. Es macht eine Beziehung offiziell.

Fast jede dritte Ehe wird geschieden.
Das ist natürlich eine Realität, und letztlich wissen auch wir nicht, was das Leben bringt. Aber wir kennen uns lange, wohnen zusammen und haben schon viel gemeinsam durchgestanden.

Werden Sie Giovannis Namen annehmen?
Ich werde wohl beide Namen tragen. Wir müssen nur noch entscheiden, welcher an erster Stelle stehen wird.

Sie wollen Kinder?
Sicher. Wir lieben Kinder.

Wie viele?
Maximal zwei. Ein Bub und ein ­Mädchen wäre nicht schlecht.

Werden Sie für die Kindererziehung zu Hause bleiben?
Die ersten Jahre, bis sie in die Schule kommen, sicher. Bei meiner Mutter war das auch so, und das war wunderschön: Wenn wir heimkamen, konnten wir erzählen, und sie hörte zu. Diese Geborgenheit möchte ich meinen Kindern weitergeben. Aber ein Hausmütterchen werde ich nicht werden.

Giovannis Aufgabe?
Er muss für die Kinder präsent sein – so wie es mein Vater immer war. Und viel mit der Familie unternehmen.

Wo möchten Sie als Familie leben?
Im Tessin – allein schon des schönen Wetters wegen.

Sie sind mittlerweile eine gefragte Moderatorin. An der Miss-Schweiz-Wahl in Lugano waren Sie brillant.
Ich liebe das Moderieren, habe viel Spass dabei und fühle mich wirklich wohl auf der Bühne. Und ich bin bereits für zehn weitere Anlässe gebucht.

Gibts weitere Angebote vom Fernsehen?
Es gab eine Anfrage aus Italien, von Sky, und das Tessiner Fernsehen würde mich gern für eine tägliche Sendung haben. Aber im Moment möchte ich mich noch nicht festlegen.

Wie viel verdienen Sie seit Ihrem Jahr als Miss Schweiz?
Ich weiss es nicht genau … etwa zwei Drittel meines Missen-Verdienstes. Das waren damals 600 000 Franken.

Was haben Sie mit dem Geld vor?
Ich lege es aufs Bankkonto. Ab und zu kaufe ich mir eine schöne Tasche oder Schuhe. Ich habe auch gar keine Zeit, Geld auszugeben.

Sie verdienen sicher einiges mehr als Giovanni. Viele Männer haben damit Probleme.
Geld war und ist bei uns nie ein Streitpunkt. Gio freut sich für mich mit. Ich reibe es ihm auch nicht ständig unter die Nase, dass ich mehr verdiene. Zudem ist er sehr grosszügig. Von zehn Mal, wo wir Essen gehen, bezahlt er in neun Fällen.

Werden Sie als Ehepaar ein gemeinsames Konto haben?
Das ist doch wohl völlig klar!

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